Im Dienst der Gesundheit
Sieger im Servicetest der Stiftung Warentest, zum fünften Mal in Folge von Focus-Money zu Deutschlands bester Krankenkasse gekürt — die Techniker Krankenkasse belegt immer wieder Spitzenplätze in Kundenrankings. Und auch als Arbeitgeber wurde die TK schon mehrmals ausgezeichnet.
Die Zentrale der Techniker Krankenkasse in Hamburg.
Foto: Michael Zapf
„Die Qualität eines Dienstleisters misst sich an seinen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern“, weiß Michael Tittelbach, Bereichsleiter Personal und Recht bei der Techniker Krankenkasse. „Sind sie mit ihren Arbeitsbedingungen zufrieden, können sie auch einen hochwertigen Kunden-Service leisten.“ 11.427 Mitarbeiter beschäftigt die Techniker Krankenkasse aktuell, darunter 449 Auszubildende. Zusätzlich fungieren 10.890 ehrenamtliche TK-Berater in Betrieben und Hochschulen als Ansprechpartner bei Fragen zur Krankenversicherung. Sie haben vor allem bei neuen gesetzlichen Regelungen und dem damit verbundenen Beratungsbedarf – wie beispielsweise bezüglich der Gesundheitsreform vom 1. Januar 2011 – viel zu tun.
Als gesetzliche Krankenversicherung ist die TK eine Körperschaft des öffentlichen Rechts mit Selbstverwaltung. Sie wird von einem hauptamtlichen Vorstand geführt. Der 30-köpfige ehrenamtliche Verwaltungsrat besteht je zur Hälfte aus Vertretern der Arbeitgeber und der Versicherten. Das Haushaltsvolumen der TK beträgt 2011 rund 19,1 Milliarden Euro. Die Zentrale des Unternehmens befindet sich in Hamburg. Zusätzlich gibt es bundesweit 230 Geschäftsstellen, die sich um die 5,4 Millionen Mitglieder und insgesamt 7,7 Millionen Versicherten kümmern.
Unterschiedliche Geschäftsbereiche
Das Unternehmen gliedert sich in unterschiedliche Geschäftsbereiche: In der Kundenberatung werden die Versicherten persönlich in allen Fragen rund um ihre Versicherung betreut. In spezialisierten Servicezentren beantworten TK-Mitarbeiter spezielle Fragen, wie beispielsweise zu Krankengeld, Krankenhausbehandlungen oder Vorsorge und Reha. Die sogenannten Vertriebszentren sind regional tätig und zuständig für die Gewinnung von neuen Kunden. Die 15 Landesvertretungen setzen sich für die Interessen der Versicherten in den Bundesländern ein. Sie sind Ansprechpartner bei Themen, die über die Kundenberatung hinausgehen. Hier arbeiten Experten, die beispielsweise Verträge mit Krankenhäusern in der Region aushandeln. Außerdem gehören zum Unternehmen noch fünf Kundenbindungszentren für den Kundendialog. „Es ist Teil unserer Philosophie, neben der bestmöglichen Versorgung unserer Versicherten auch für eine ausgezeichnete Beratung und Betreuung zu sorgen“, sagt Michael Tittelbach.
In der Hamburger Zentrale bündeln sich die Aktivitäten, die im Hintergrund der Kundenberatungen und Servicezentren laufen: Die IT-Abteilung beispielsweise beschäftigt 350 Köpfe, die an neuen Anwendungen arbeiten. Sogar eine hauseigene Druckerei gibt es, in der Broschüren und andere Publikationen der TK produziert werden – das meiste natürlich zum Thema „Gesundheit“.
Blick in die Geschichte
Die Techniker Krankenkasse verdankt ihre Existenz – wie alle Krankenkassen – dem damaligen Reichskanzler Otto von Bismarck, der Ende des 19. Jahrhunderts in Deutschland die Krankenversicherungspflicht einführte. Am 15. Juni 1883 verkündete Bismarck das sogenannte „Gesetz betreffend die Krankenversicherung der Arbeiter“, das freie ärztliche Behandlung und Krankengeld garantierte. Der Deutsche Technikerverband rief daraufhin eine eigene Krankenkasse ins Leben. Die Gründung erfolgte am 3. August 1884 in Leipzig, am 27. Oktober 1884 wurde die „Eingeschriebene Hilfskasse für Architekten, Ingenieure und Techniker“ zugelassen, die Vorgängerin der heutigen Techniker Krankenkasse.
Unternehmen im Branchenkontext
Krankenkassen in Deutschland (Auswahl)
Krankenkasse Zahl der Mitarbeiter
Techniker Krankenkasse 11.427
AOK ca. 53.900
Barmer GEK ca. 19.500
DAK ca. 14.000
KKH-Allianz ca. 4.400
Hanseatische Krankenkasse ca. 640
hkk ca. 630




