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Zahntechniker

Arbeiten für ein perfektes Lächeln

Nach einem Praktikum beim Zahnarzt war sich Lisa König (22) aus Berlin sicher: Sie wollte Zahnmedizin studieren. Da ihr Abischnitt für einen Studienplatz nicht gut genug war, entschied sie sich zunächst für eine Ausbildung zur Zahntechnikerin bei der Arident Zahntechnik GmbH, um wertvolle Wartesemester zu sammeln. Mittlerweile ist sie im dritten Ausbildungsjahr und arbeitet in der Edelmetall- und Keramikabteilung des Labors.

Zwei Gebissmodelle in Halterungen

In ihrer Ausbildung durchläuft Lisa König alle Abteilungen im Labor, von der Gipsküche über die Kunststoff- und Edelmetallabteilung bis zur Modellgussabteilung.

Foto: Gentsch

Gerade der handwerkliche Aspekt begeistert die 22-jährige Berlinerin. „Wer gerne Friemel- und Bastelarbeiten macht, für den ist dieser Beruf genau das Richtige“, findet die 22-Jährige, denn Zahntechnik ist ein Feinhandwerk, das sehr viel Geduld und Geschicklichkeit erfordert. Viele Labore führen deshalb vor der Ausbildung einen Eignungstest mit ihren Bewerbern durch. Lisa König musste die Frontansicht eines Zahns zeichnen, einen Draht in eine bestimmte Form biegen und aus Wachs einen Zahn modellieren. Die Arbeit ging ihr leicht von der Hand, auch das Labor war von ihr begeistert. Die angehende Zahntechnikerin ist überzeugt, „wenn das Gefühl für die Materialien da ist, dann ist der Eignungstest kein Problem.“ Am Ende konnte sie sich sogar zwischen zwei Ausbildern entscheiden und wählte die Arident Zahntechnik GmbH in Berlin.

In der Ausbildung werden die Aufgaben jedoch schwieriger und bei einigen neuen Arbeiten benötigt Lisa zwei bis drei Versuche, bevor das Ergebnis ihren Vorstellungen entspricht. Mittlerweile ist sie im dritten Ausbildungsjahr und kann ihrem Ehrgeiz, alles schnell und optimal zu erledigen, immer mehr nachkommen. „Man muss den Wunsch haben, immer etwas verbessern zu wollen. Es muss perfekt aussehen.“ Lisa gefällt die Vorstellung, einem Patienten durch den von ihr angefertigten Zahnersatz ein neues Lächeln ins Gesicht zaubern zu können. Das Zusammenspiel von Ästhetik und Funktion fasziniert sie. „Wenn man etwas für einen Patienten anfertigt, gibt man sich viel Mühe. Immerhin muss er Tag und Nacht damit rumlaufen.“

Von der Gipsküche in die Keramikabteilung

Während der Ausbildung durchläuft Lisa König alle Abteilungen im Labor: Die Gipsküche und die Kunststoffabteilung hat sie schon hinter sich, gerade ist sie in der Edelmetall- und Keramikabteilung, die ihr bisher am meisten Spaß macht: „Die Arbeit dort ist filigraner“, erklärt die 22-Jährige. Im Gegensatz zur Kunststoffabteilung, in der alles etwas größer gefasst sei, könne sie hier mehr aufs Detail achten, wenn sie beispielsweise einen Zahnersatz oder eine Krone modelliert. Ende des Jahres wechselt sie in die Modellgussabteilung, in der Gerüste und Klammern für den Zahnersatz gefertigt werden. Danach wird Lisa ein paar Wochen in der Keramikabteilung lernen, bevor sie zur Gesellenprüfung antreten wird.

Einmal pro Woche geht die angehende Zahntechnikerin in die Berufsschule, wo sie in den Fächern Sozialkunde, Prothetik, Werkstoffkunde und Anatomie unterrichtet wird. An fünf Wochen pro Ausbildungshalbjahr gibt es einen zweiten Berufsschultag, an dem die naturwissenschaftlichen Fächer Mathe, Physik und Chemie behandelt werden und technische Übungen stattfinden. Auch wenn die Theorie für die Abiturientin kein Problem darstellt, ist sie lieber in der Praxis aktiv. In ihrem Labor fühlt sie sich wohl. Sie kann sich mit anderen Lehrlingen austauschen und hat Kollegen, die ihr bei Fragen weiterhelfen. Dabei stellt Lisa fest, wie abwechslungsreich die Dentaltechnologie ist. Für jedes Problem habe jeder Zahntechniker eine andere Herangehensweise, erzählt sie.

An ihrem ursprünglichen Plan hält Lisa weiterhin fest. Sie hofft, nach der Ausbildung genügend Wartesemester gesammelt zu haben, um dann einen Studienplatz für Zahnmedizin zu erhalten. Hochkonzentriert und genau arbeiten im Detail kann sie dann ja schon.

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