Viel Wissen in kurzer Zeit
Salem Barakat (20) bezeichnet sich selbst als "Tausendsassa" und hat sich deshalb für eine Ausbildung zum IT-System-Elektroniker bei Vodafone Deutschland entschieden. In diesem Beruf stehen ihm viele Möglichkeiten in der Informationstechnologie und in der Telekommunikation offen.
"Für den Beruf des IT-System-Elektronikers muss man auf jeden Fall eine hohe Lernbereitschaft mitbringen", meint Salem Barakat (20).
Foto: Privat
In der Schule hat sich Salem Barakat bereits für IT und Technik interessiert und gern an Computern herumgebastelt. Daher suchte er sich nach dem Abitur bewusst eine Ausbildungsstelle für einen vielfältigen Beruf. Fündig wurde er beim Kommunikationskonzern Vodafone mit Hauptsitz in Düsseldorf, der „Kommunikation aus einer Hand“ bietet: Mobilfunk und Festnetz sowie Internet und Breitband-Datendienste für Geschäfts- und Privatkunden.
Mittlerweile befindet sich der 20-Jährige im zweiten Lehrjahr. In den vergangenen Monaten hat er bereits einige der zahlreichen Aufgaben kennengelernt, die auf einen IT-System-Elektroniker zukommen können: „Meine erste Ausbildungsstation führte mich in die Abteilung Technische Überwachung. Hier habe ich mit den Kollegen dafür gesorgt, dass die IT im Unternehmen funktioniert. Wir haben zum Beispiel kontrolliert, ob alle Leitungen isoliert sind und die LAN-Verbindungen störungsfrei laufen“, erklärt der Niederrheiner aus Goch, der für seine Ausbildung nach Düsseldorf gezogen ist.
Neue Netzwerke für die Nutzer
Derzeit befindet sich Salem Barakat in seiner zweiten Station: der Abteilung für Netzwerkimplementierung. „Vodafone unterhält an vielen Standorten Server, über die das Mobilfunknetz läuft“, erklärt er. „Derzeit werden die Server auf die neue IP-Technologie umgestellt. Ich zeichne mit einer Software die Pläne für die neuen Netzwerke und gebe sie an die Techniker an den Standorten weiter, die die Pläne umsetzen. Der Nutzer soll die Umstellung natürlich nicht bemerken und in der Zwischenzeit problemlos weiter telefonieren können.“ Um die Leitungen richtig legen zu können, muss der Auszubildende wissen, wie ein Server aufgebaut ist. Je nachdem, wie viele Leitungen verlegt werden müssen, kann ein Auftrag von ein oder zwei Stunden bis zu mehreren Tagen dauern, in denen Salem Barakat immer wieder Rücksprache mit den Technikern halten muss.
In künftigen Einsatzbereichen wird der angehende IT-System-Elektroniker weitere Aufgaben kennenlernen. Als nächstes wird er beispielsweise in einige Niederlassungen von Vodafone gehen, wo er dann selbst die Schaltaufträge ausführen wird, die er derzeit plant. Insgesamt umfasst die Ausbildung fünf bis sechs Stationen.
Doppelt qualifiziert
„Für den Beruf muss man auf jeden Fall eine hohe Lernbereitschaft mitbringen“, meint der Azubi. „Anfangs wird man fast erschlagen von all dem neuen Wissen, das auf einen zukommt. Aber je tiefer man in eine Materie einsteigt, umso besser versteht man die Zusammenhänge, und es macht Spaß, daran zu arbeiten.“ Eine weitere wichtige Eigenschaft für den Beruf ist Neugier. „Man sollte sich nicht scheuen, nachzufragen, wenn man etwas nicht verstanden hat.“ Die Kollegen seien immer bereit, ihm seine Fragen zu beantworten, sagt Salem Barakat.
Nach der anspruchsvollen Ausbildung stehen ihm viele Möglichkeiten offen, denn als IT-System-Elektroniker hat er zwei Qualifikationen: Er ist IT-Fachmann und gleichzeitig Elektrofachmann. „Ich könnte zum Beispiel in der IT-Beratung arbeiten oder zahlreiche andere IT-Berufe ergreifen.“ Auch Studieren ist möglich. Salem Barakat könnte sich das Fach Elektrotechnik oder ein Wirtschaftsinformatik-Studium vorstellen – „am liebsten berufsbegleitend, denn dann kann ich weiter den Beruf ausüben, der mir derzeit so viel Spaß macht.“




