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Informatikkaufmann

Schon als Azubi ein App-Architekt

Im Moment arbeitet Jiva Maas (24) an einer neuen Applikation für E-Mails auf Smartphones. Schon als Auszubildender ist der angehende Informatikkaufmann in die Entwicklungsarbeit der freenet AG in Hamburg eingebunden.

Ein IPhone liegt angeschatet auf einem schwarzen Untergrund

Traumberuf: Apps entwicklen

Foto: Rehm

Als Azubi arbeitet er natürlich im Team und hält auch im dritten Lehrjahr engen Kontakt zu Ausbildern, außerdem gibt es immer einen Kollegen, der ihn unterstützen kann. Aber bildlich gesprochen ist Jiva Maas der Architekt der neuen Applikation (App): Er sagt den Programmierern, die das Datengerüst in einer neuen Programmiersprache aufbauen, und den Designern, die sozusagen als Innenausstatter fungieren, was gebraucht wird und wie sie es gestalten sollen. „Man trägt Verantwortung und wird als vollwertiges Teammitglied behandelt“, sagt der 24-Jährige.

Für den gebürtigen Kieler, der seinen ungewöhnlichen Vornamen der Indien-Begeisterung seines Vaters verdankt, ist das kein Thema – schon als er noch zur Schule ging, hatte er Verantwortung übernommen: Im Seniorenheim, das seine Mutter leitet, arbeitete er neben der Schule in der Verwaltung mit und eignete sich Computerkenntnisse von Excel bis Rechnungsschreiben an. Daraus ist eine Leidenschaft gewachsen.

Nach der Realschule ist Jiva Maas gleich auf die Fachoberschule gewechselt, hat den Schwerpunkt Informatik und Wirtschaft gewählt und 2008 seine Fachhochschulreife gemacht. Es folgte ein Jahr Zivildienst, danach begann er die Ausbildung bei der freenet AG, einem der größten netzunabhängigen Telekommunikations­dienstleister in Deutschland.

Zwischen Empfang und Kundenservice

„Mit meiner Wahl bin ich immer noch glücklich, weil Informatikkaufmann mein Interesse an Informatik und Wirtschaft verbindet“, sagt Jiva Maas. Die freenet AG kannte er schon als DSL-Kunde, sein älterer Bruder arbeitet hier. „Außerdem hat mich das große Unternehmen gereizt“, sagt Jiva. Er ist einer von 15 Auszubildenden in Hamburg – neben den Informatikkaufleuten lernen am Deelbögenkamp auch Fachinformatiker für Anwendungs­entwicklung, Mediengestalter und Kaufleute für Marketingkommunikation – und einer von über 4.000 Beschäftigten an acht Standorten der AG.

Bei freenet hat der 24-Jährige bisher viele Abteilungen kennengelernt, ganz so wie

Jiva Maas hat kurze dunkle Haare und trägt eine dunkle Jacke und einen roten Schal.

Jiva Maas

Foto: Privat

er sich das vorgestellt hatte. Als Einstieg verbrachte er den ersten Monat am Empfang, lernte dabei das Unternehmen, die Abläufe und die Menschen kennen. Danach folgten Office IT, Entwicklungsabteilung, Mobile und Apps und das Spieleportal 4Players.de. Dort hat er Server betreut und im Kundenservice Anwenderprobleme von ganz normalen Spielern sowie von Plattform-Betreibern gelöst. Das konnte stressig werden. „Die Kunden wollen so schnell wie möglich Antwort haben, es geht auch um Geld“, sagt Jiva Maas, „und ich möchte ja, dass die Leute zufrieden sind!“

Alltagsgeschäft und Zukunftsmusik

Informatikkaufleute erfüllen bei Kommunikationsdienstleistern zwei Aufgaben: Sie müssen nach innen dafür sorgen, dass die Kollegen, angefangen bei der Buchhaltung bis hin zu den Entwicklern, mit der IT arbeiten können. Und sie sorgen nach außen dafür, dass die IT für die – in Jivas Fall über 15 Millionen – Kunden funktioniert.

Das ist Alltagsgeschäft. Am besten gefällt es Jiva Maas dort, wo die Zukunft erfunden wird: im Bereich Mobile und Apps. Was seine eigene Zukunft anbelangt, stehen die Prioritäten fest. Sein Wunsch ist, bei freenet übernommen zu werden, wenn er im Januar seine – dank Abi verkürzte – Ausbildung abschließt. Denn der Job gefällt ihm gut und die quirlige Großstadt Hamburg sowieso. Dann möchte er zunächst Berufserfahrung sammeln. Und studieren? Irgendwann vielleicht, sagt Jiva Maas, denn: „Sag niemals nie!“

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