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Kaufmann für Marketingkommunikation

Weltoffen im kreativen Umfeld

Sich mit unterschiedlichen digitalen und gedruckten Werbematerialien zu beschäftigen und dabei zwischen Kunden und Kreativen zu vermitteln, gefiel Christian Birkhölzer (26) an dem Ausbildungsberuf Kaufmann für Marketingkommunikation. Eine Ausbildungsstelle fand er in Frankfurt bei einer auf Touristik spezialisierten Werbeagentur.

Christian Birkhölzer sitzt an einem Tisch und blättert in einem Katalog.

Christian Birkhölzer ist die Verbindungsstelle zwischen Grafik und Redaktion.

Foto: Hannes Albert, Frankfurt am Main

"Ich halte mich durchaus für einen kreativen Menschen und habe mich schon immer gerne mit Bildern und Texten beschäftigt, aber meine gestalterischen Fähigkeiten gehen nicht soweit, dass ich selbst künstlerisch arbeiten und Werbematerialien produzieren könnte. Dafür liegen meine Stärken eher in der Kommunikation und der Organisation“, erzählt Christian Birkhölzer. Seine Interessen und seine Fähigkeiten ergeben genau den Mix, den er als Kaufmann für Marketingkommunikation tagtäglich benötigt.

Im Oktober vergangenen Jahres konnte er nach einem Praktikum seine Ausbildung bei typeline in Frankfurt beginnen, einer Werbeagentur, die unter anderem im touristischen Auslandsmarketing für die Bundesrepublik Deutschland arbeitet. Die Agentur produziert zum Beispiel die internationale Magazinserie „Deutsche Welten", die in 16 verschiedenen Sprachen veröffentlicht wird und sich an Deutschlandinteressierte richtet. Die Magazine werden unter anderem für den chinesischen und niederländischen Markt produziert und informieren ausländische Touristen über das Angebot in Deutschland. Momentan arbeitet der 26-Jährige in der Verkaufsabteilung von typeline. „Wenn der Kunde, zum Beispiel ein Freizeitpark in Deutschland, eine Anzeige in dem Magazin bucht, bin ich die Verbindungsstelle zu Grafik und Redaktion und betreue ihn bis zur Rechnung", umreißt Christian Birkhölzer seine derzeitigen Aufgaben.

Neuer Beruf, neue Seiten

Der Ausbildungsberuf Kaufmann/-frau für Marketingkommunikation löste vor drei Jahren die Ausbildung zum Werbekaufmann/-frau ab. Grund für die Neugliederung war die wachsende Vielfalt an Werbe- und Kommunikationswegen, die sich nicht mehr nur auf klassische Medien wie Print, Radio, Fernsehen, Außenwerbung und Kino beschränkt, sondern auch Telefonmarketing, Messebeteiligungen, Sponsoring und Onlinemarketing mit einbezieht: „Gerade die Vielfalt der Medien hat mich an dem Beruf angesprochen. Daher habe ich bei der Suche nach meinem Ausbildungsplatz darauf geachtet, mich möglichst bei Agenturen zu bewerben, die ein breites Portfolio anbieten“, argumentiert Christian Birkhölzer. Auch die zahlreichen Weiterbildungsmöglichkeiten sprechen für sich: „Darauf aufbauend kann man an Fach- und Hochschulen zum Beispiel einen Betriebswirt anhängen oder sich als Fachwirt auf Marketing oder Vertrieb spezialisieren“, erklärt er.

Dass sich vor allem Frauen für diese Ausbildung entscheiden, überraschte ihn selbst: „In meiner Klasse sind 20 Schülerinnen und nur vier Schüler“, erzählt er. Über die Gründe kann er nur spekulieren: „Vielleicht, weil der Beruf sehr kommunikativ ist und das meist als weibliche Kompetenz angesehen wird.“ Aber das sei nur eine Vermutung! Doch er empfinde den weiblichen Überschuss als durchaus angenehm.

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