Mit jeder Menge Praxis zum Ziel
Weil ihm das Informatikstudium zu theoretisch erschien, hat sich Manuel Ahrens (23) für die Ausbildung zum geprüften Informatiker entschieden, die die Staatliche Akademie für Datenverarbeitung (ADV) in Böblingen anbietet.
Einen Job hat Manuel Ahrens schon in der Tasche.
Foto: Limbach
Eine gute Portion Interesse für Computer und etwas Erfahrung im Umgang mit PCs sollte man schon mitbringen, meint Manuel Ahrens, wenn man sich zum geprüften Informatiker ausbilden lassen möchte. Wichtig sei, sich tiefer gehend mit der Materie befassen zu wollen oder zu hinterfragen, wie genau PCs miteinander kommunizieren.
2007 startete der heute 23-Jährige an der Staatlichen Akademie für Datenverarbeitung (ADV) in Böblingen die dreijährige Ausbildung zum Informatiker mit Fachrichtung Technische Systeme. „Im ersten Jahr ging es um Grundlagen wie zum Beispiel Mathematik, Elektronik, Datenbanksysteme oder Programmierung", sagt er. „Programmierung hat mich schon immer interessiert, es war sehr spannend, zu erfahren, wie ein PC funktioniert", bekräftigt Manuel Ahrens. Ein weiteres Kernfach war Betriebswirtschaftslehre. Man erhalte ein solides Grundlagenwissen, so dass man später aus einem breit gefächerten Angebot an Jobs wählen und so auch Datenbankadministrator oder Softwareentwickler werden kann.
Traum von der Führungsverantwortung
Ganz anders gestaltet sich das zweite Jahr, da es aus einem ganzjährigen Betriebspraktikum besteht. Manuel Ahrens verbrachte es in der Softwareabteilung der Porsche AG in Ludwigsburg, in der er half, Programme für spezielle Anwendungen mitzuentwickeln. „Die Gleitzeitarbeit gefiel mir sehr gut. Außerdem
wurde mir ein Betreuer zur Seite gestellt, der mich in das Wirtschaftsleben eingeführt hat", blickt Manuel Ahrens zurück. „Von der Note der Projektarbeit, die ich darüber schrieb, hing ab, ob ich das zweite Jahr nochmal wiederholen muss oder ob ich ins dritte Jahr komme“. Mit einer Note von 1,5 schaffte er das aber spielend. Im dritten Jahr kamen weitere Fächer wie Automatisierungstechnik, Betriebssysteme, Rechnernetze oder Verteilte Systeme hinzu. „Interessant war auch das studienintegrierte Fach Psychologie, in dem es unter anderem um Grundfragen der zwischenmenschlichen Kommunikation und um Motivation ging, weniger jedoch um technische Fragestellungen."
Derzeit wartet Manuel Ahrens auf das Ergebnis seiner Prüfungen. Neben den vier schriftlichen ist eine mündliche Prüfung verpflichtend. „Es gibt aber auch die Möglichkeit, weitere mündliche Prüfungen zu absolvieren. Das ist eine Chance, die Endnoten der einzelnen Fächer aufzubessern“. Einen Job hat er längst: Ab September wird er bei einem weltweit tätigen Anbieter für Produkte und Services rund um die Automobilfertigung als Softwareentwickler arbeiten. Er weiß schon jetzt: „Aufstiegs- und Karrieremöglichkeiten gibt es in dem Beruf genug." Doch erst einmal möchte er Erfahrung sammeln – damit es später mit der Führungsverantwortung klappt.





