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Betriebsleiterin Fitnessstudio

Alles fit!

Zwischen Beinpresse und Ruderbank: Julia Gehrke ist Betriebsleiterin in einem Studio von "Kieser Training Deutschland". Oberste Priorität hat die Umsetzung des firmeneigenen Konzepts und das heißt für die 32-jährige Sportwissenschaftlerin in erster Linie: viel Kommunikation.

Auf dem Bild ist der Oberkörper eines Mannes zu sehen, der gerade an einem Fitnessgerät trainiert.

Leitende Fitnesstrainer nehmen eine Vorbildfunktion wahr und verbringen deshalb ebenso wie ihre Mitarbeiter den Großteil ihrer Arbeitszeit auf der Trainingsfläche.

Foto: Rehm/WillmyCC

Auf über 700 Quadratmetern stehen in der weißgetünchten Fabriketage im Kölner Stadtteil Braunsfeld Geräte zur Stärkung sämtlicher Muskelgruppen. Unterteilt ist der hallenähnliche Raum in einen Empfangs- und Trainingsbereich und in die medizinische Kräftigungstherapie. An den Wänden hängen keine Bilder, im Hintergrund dudelt keine Musik, es gibt keine Sauna oder Bar. Es geht um den Aufbau von Kraft und weniger um Spa: „Die Konzentration auf das Training ist Teil des Konzeptes“, erklärt Julia Gehrke. „Wir bieten nur das an, was den Muskelaufbau fördert.“ Als Betriebsleiterin ist sie erste Ansprechpartnerin für die 18- bis 80-jährigen Kunden sowie für ihre Mitarbeiter und als solche muss sie genau dieses Konzept vermitteln. Weil sie eine Vorbildfunktion wahrnimmt, verbringt sie ebenso wie ihre Mitarbeiter den Großteil ihrer Arbeitszeit auf der Trainingsfläche, leitet als Instrukteurin und Therapeutin Kunden an: „Ich muss genau das Verhalten vorleben und umsetzen, was ich von meinen Mitarbeitern verlange“, erklärt sie.

Balanceakt Führung

 

Foto: privat

Dieses Ziel kann sie nur erreichen, wenn ein positives Betriebsklima herrscht, in dem es Mitarbeitern und Kunden gut geht. „Mitarbeiterführung ist der wichtigste Bestandteil meiner Arbeit, ein schlechtes Betriebsklima würden die Kunden sofort spüren.“ Wie viele ihrer Kollegen hat Julia Gehrke Sportwissenschaften studiert, der Schwerpunkt ihres Diplom-Studiengangs an der Universität Bonn lag auf Alterssport. Allein schon, um die Qualität der Mitarbeiter beurteilen zu können, sei fundiertes Fachwissen notwendig, entweder in Sportwissenschaften oder in der Physiotherapie. Neben der Uni hat sie über mehrere Semester in einem Kieser-Betrieb in Bonn gearbeitet: „Dort habe ich gelernt, dass Führen ein Balanceakt zwischen Einfühlungsvermögen, Durchsetzungskraft und Selbstsicherheit ist.“ Als sie kurz nach ihrem Einstieg bei Kieser in Köln-Braunsfeld selbst die Position der Betriebsleiterin übernahm, war sie im Team die Jüngste: „Da ist es nicht selbstverständlich, dass man von älteren Kollegen einfach so als Führungskraft anerkannt wird.“

Sie lobt, motiviert, übt aber auch Kritik, wenn etwas nicht „ins Konzept“ passt: „Auf der Trainingsfläche bekomme ich natürlich mit, wenn ein ruppiges Wort fällt, ein Mitarbeiter schlechte Laune hat oder auch, wenn das Reinigungsteam schlecht gearbeitet hat.“ Um kritische Gespräche führen zu können, war zum einen die Praxiserfahrung aus ihrem Studentenjob hilfreich. Profitiert hat sie zudem von speziellen Seminaren, die ihr Arbeitgeber ihr angeboten hatte. Um in die nächste Geschäftsleiterebene aufsteigen zu können, hat sie sich für ein internes Traineeprogramm beworben und nimmt außerdem alle drei Monate für eine Woche an einem Lehrgang für Führungskräfte teil: „Auf dem Seminarprogramm stehen Themen wie Kommunikation, Personalentwicklung, Bewerbungsgespräche und Weiterbildung der Mitarbeiter“, zählt sie auf.

Enger Kontakt zur Geschäftsleitung

Zu Julia Gehrkes weiteren Aufgaben zählt neben Administrativem auch der Dienstplan: „Ich teile im Voraus das Personal ein, bestimme, wer die Rezeption besetzt und wer das Einführungs- und wer das Kontrolltraining übernimmt“, so die Sportwissenschaftlerin. Hierfür arbeite sie mit gängigen Office-Programmen. Der Kieser Training Betrieb ist ein Stammbetrieb, der zur Kieser Training AG gehört. Ein enger Kontakt zur Geschäftsleitung ist üblich: „Wir sprechen regelmäßig die Ergebnisse des Betriebes durch sowie anstehende Marketingaktionen.“ Neben persönlichen Treffen läuft viel über Telefon und E-Mail: „Wenn man die gängigen Programme beherrscht und weiß, wie Tabellenkalkulation funktioniert, kann man sich leicht einarbeiten.“

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