Mit Herz und Verstand
An der Grundschule Ixheim in Zweibrücken unterrichtet Daniel Ehrhardt (29) eine erste Klasse. Sein Beruf ist für ihn Berufung, denn die individuelle Betreuung der jüngsten aller Schüler macht ihm sehr viel Spaß.
Der Grundschullehrer Daniel Ehrhardt ist sich sicher: Er hat die richtige Berufswahl getroffen.
Foto: Privat
„Ich kann gut mit Menschen umgehen, und es bereitet mir Spaß, die Grundschulkinder zu unterrichten“, sagt Daniel Ehrhardt, der sich zudem für das Grundschullehramt entschieden hat, „weil es sich um einen sehr vielseitigen Beruf handelt“. Dass er damit einen Job gewählt hat, in dem viele Frauen zu finden sind, findet der 29-Jährige völlig okay. „Im Kollegium führen wir häufig fachliche Gespräche, und da spielt es keine Rolle, ob der Gesprächspartner ein Mann oder eine Frau ist“, meint er. Und auch die berufstypischen Aufstiegschancen sieht er durchaus positiv: „Als Grundschullehrer hat man, ähnlich wie zum Beispiel als Gymnasiallehrer, unterschiedliche Möglichkeiten, Funktionsstellen anzustreben, zum Beispiel als Schulleiter oder in der Lehrerausbildung tätig zu werden.“
Das Kind im Blick
Doch vorerst sorgt sich Daniel Ehrhardt in erster Linie um das Wohl der Kleinen. „Da sieht man, was man an positiven Dingen bewirken kann“, sagt der Lehrer, der an der Universität Koblenz-Landau die Fächer Grundschulpädagogik und katholische Religion sowie Soziologie im Nebenfach studiert hat. An der integrativen Thomas-Mann-Grundschule in Zweibrücken/Ixheim in Rheinland-Pfalz ist er Klassenlehrer der ersten Klasse, die er derzeit in allen Fächern außer Religion unterrichtet. Daneben gibt er für die dritte Klasse Sportunterricht. Er wendet neue Lehrmethoden an und vermittelt den Kindern Techniken, die ihre Selbstständigkeit fördern. „So lernen die Erstklässler unter anderem, wie man seinen Schulranzen richtig packt oder seinen ‚Arbeitsplatz‘ herrichtet“, erläutert der Pädagoge. Ergänzend erstellt er Beobachtungsbögen, die die Leistung und den Lernfortschritt der Schüler dokumentieren.
Neben der eigentlichen Aufgabe, die Kinder zu unterrichten, engagiert sich Daniel Ehrhardt auch bei schulischen Feiern oder den Planungen zum 50. Jubiläum der Ixheimer Grundschule in diesem Jahr. Besonderen Raum nimmt seine eigene Weiterbildung ein. So beschäftigte er sich bei sogenannten Studientagen im Kollegium etwa mit der Umsetzung der neuen Grundschulordnung oder entwickelt Lösungsmöglichkeiten für den Umgang mit Störern im Unterricht. „Die haben allgemein stark zugenommen. Deshalb ist es sehr wichtig, sich gerade auch zu diesem Thema weiterzubilden“, erläutert Daniel Ehrhardt. Zusätzlich besucht er Fortbildungsveranstaltungen, zum Beispiel zum Thema „Integration hörgeschädigter Kinder in der Regelschule“, und bringt die erworbenen neuen Lehrtechniken in seine Arbeit ein.
„Man sucht sich immer einen Beruf, von dem man denkt, dass er einem liegt“, fasst Daniel Ehrhardt zusammen. Die positiven Rückmeldungen aus seiner Klasse bestätigen es: Der Grundschullehrer hat die richtige Wahl getroffen.




