Führt ein Studium immer zu einem bestimmten Beruf?
Wer eine Ausbildung zur Mediengestalterin macht, ist hinterher Mediengestalterin. Doch zu welchem Beruf befähigt zum Beispiel ein Germanistikstudium?
Die Recherche im BERUFENET der Bundesagentur für Arbeit ergibt, dass Germanisten als Lehrer, Hochschuldozenten, Journalisten, Lektoren, in der Öffentlichkeitsarbeit, in Archiven, Bibliotheken oder in Verlagen arbeiten. Daran lässt sich erkennen, dass ein Studium – im Gegensatz zu den meisten Berufsausbildungen – in vielen Fällen nicht für einen ganz bestimmten Beruf vorbereitet, sondern in der Regel für ein mehr oder weniger breites Berufsfeld.
Das Zauberwort heißt Schlüsselqualifikationen: Im Studium erlernst du bestimmte Fähigkeiten, die du später nicht nur in den nahe liegenden Berufen einsetzen kannst, sondern häufig in verschiedenen Berufsfeldern.
Praxisnah studieren, berufliche Ziele finden
Daraus lässt sich eine wichtige Grundregel für das Studieren – besonders in den Geistes-, Kultur- und Sozialwissenschaften – ableiten: Nach Möglichkeit solltest du bereits während des Studiums die Nähe zur Berufspraxis suchen, um dir früh ein Bild deines künftigen Berufsalltags und möglicher Tätigkeiten zu machen und erste praktische Erfahrungen zu sammeln. Hierzu eignen sich Praktika vor und während des Studiums, Studentenjobs an der Hochschule oder auch Werkstudentenjobs in der Wirtschaft.




