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Ingenieurin für Lebensmitteltechnologie

Neue Produkte für den globalen Markt

Als Ingenieurin für Lebensmitteltechnologie lernt Julia Mönninghoff (25) während ihres Trainee-Programms beim Konsumgüterkonzern Unilever am Standort Heilbronn die komplexen Aufgaben rund um die Herstellung neuer Produkte kennen.

Eine Palette voller Tomaten

Julia Mönninghoff muss sicherstellen, dass die Lebensmittellieferungen für die Produktion rechtzeitig angefordert werden.

Foto: André Deco

„Nahrungsmittel werden immer gebraucht. Von Organic Food bis zu hochverarbeiteten Lebensmitteln – es gibt viele neue Entwicklungen“, weiß Julia Mönninghoff, die an der Universität Bonn ein Diplom-Studium absolviert hat. Vor 15 Monaten begann sie ihr Trainee-Programm. Die 25-Jährige hat sich bewusst für Unilever entschieden: „Während meiner Studienabschlussphase habe ich ein sechsmonatiges Praktikum in dem Unternehmen absolviert. Mir hat die Atmosphäre gut gefallen, ich wurde sofort einbezogen und konnte Verantwortung übernehmen“, sagt sie.

Voraussetzungen analysieren

In der ersten Station ihres Trainee-Programms arbeitete Julia Mönninghoff daran mit, ein Konzept für ein neues Produkt der Marke „Knorr“ für den globalen Markt zu entwickeln. Dabei gibt es viele Aspekte zu beachten: Wie lange müssen Rohstoffe erhitzt werden, um die Haltbarkeit des Produkts zu gewährleisten? Welche Maschinen und Geräte eignen sich am besten für die Herstellung? Sind die entsprechenden Mischer und Trocknungsanlagen vorhanden? Und wie kann der Geschmack des Produkts länderspezifisch angepasst werden? Bei der Bearbeitung solcher Projekte arbeitete Julia Mönnighoff mit Ökotrophologen, Konsumforschern, Chemieingenieuren und anderen Berufsvertretern zusammen.

Teamarbeit ist auch in ihrer jetzigen Abteilung, dem Einkauf, gefragt. Sie nimmt Kontakt zum Rohstofflieferanten auf, um sicherzustellen, dass für neue Lebensmittelinnovationen entsprechende Lieferungen erfolgen. „Weil die Rohstoffe heranreifen und geerntet werden müssen, kann die Lieferung nicht erst beim Launchtermin des neuen Produkts angefordert werden, es braucht einen gewissen Vorlauf“, erklärt sie.

Ungefähr 70 Prozent ihrer Korrespondenz und ihrer Gespräche finden auf Englisch statt. Telefonkonferenzen und Teambesprechungen gehören zu ihrem Arbeitsalltag.

Arbeiten im Ausland nicht ausgeschlossen

In wenigen Tagen wird Julia Mönninghoff an den Standort Hamburg wechseln, um im Bereich Technical Management eine weitere Station ihres Trainee-Programms zu absolvieren. Das Technical Management ist unter anderem dafür zuständig, Produktwerbeaussagen technisch zu unterstützen. Eine Aufgabe von Julia Mönnighoff könnte es beispielsweise sein, zu überprüfen, ob die Verpackungen alle Angaben enthalten, die Lebensmittel nach deutschem Recht enthalten müssen. In welchem Bereich sie langfristig tätig sein möchte, will die junge Ingenieurin erst entscheiden, wenn sie in etwa zehn Monaten die letzte Station des Trainee-Programms durchlaufen hat. „Im Unternehmen gibt es vielfältige Möglichkeiten, angefangen bei der Forschung und Entwicklung bis hin zur Produktion.“ Auch eine Zeitlang im Ausland zu arbeiten, beispielsweise in Asien, ist für sie nach einigen Jahren Berufserfahrung gut vorstellbar.

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