Projektleitung in Teilzeit
Dr. rer. nat. Isabel Grasa Molina (38) arbeitet als Projektleiterin beim Mobilfunkunternehmen Ericsson. Die promovierte Physikerin sorgt hinter den Kulissen dafür, dass internationale Netzbetreiber ihre Kunden mit neuen Applikationen versorgen können.
Die Mutter von zwei Kindern hat im spanischen Saragossa Physik studiert, bevor sie 1994 nach Deutschland kam, um im Bereich der experimentellen Festkörperphysik an der Universität Paderborn zu promovieren. Über ein Erasmus-Stipendium war sie ein Jahr zuvor in Paderborn gewesen und hatte dort hilfreiche Kontakte geknüpft.
Nach der Promotion begann ihre Karriere als Projektleiterin bei Ericsson in Düsseldorf, einem der weltweit führenden Lieferanten von Mobilfunksystemen. Seither hat sie mit den An- und Herausforderungen von Mobilfunkbetreibern in aller Welt zu tun – beispielsweise wenn ein Netzbetreiber seine Infrastruktur optimieren oder schnelleren Internetzugriff ermöglichen möchte, damit Applikationen wie Videoübetragung dem Nutzer auch tatsächlich Spaß bringen. Zudem müssen Handys darauf getestet werden, ob sie mit der Netztechnik problemlos zusammenarbeiten. „Dann kommen unsere Expertise und unsere Technik ins Spiel, und die muss natürlich mit Anbietern anderer Produkte kompatibel sein“, erläutert Isabel Grasa Molina.
Ihre Aufgabe ist es, ein Team zu bilden, den Anforderungskatalog mit den Kunden abzustimmen, Zeitpläne und Budgetrahmen aufzustellen und das Projekt bis zum erfolgreichen Abschluss zu betreuen. Dabei schafft die Spanierin den Spagat zwischen Familie und Karriere – auch, weil dank der Telekommunikation ihr Arbeitsplatz flexibel ist: Sie muss nicht immer vor Ort sein, sondern kann ihre Aufgaben – von der Teambesprechung bis zur Arbeit an Dokumenten im Firmennetzwerk – von zuhause oder unterwegs aus wahrnehmen. Die 38-Jährige liebt ihren Beruf und will sich als Projektleiterin weiterentwickeln. Für sie sind Kinder und Karriere kein Gegensatz.





