Wie Schimanski — oder doch nicht?
Die Vorstellungen, die Jugendliche von Berufen haben, stimmen leider nicht immer mit der Realität überein. Dagegen hilft nur eines: Recherchieren und Informieren. Dann fällt auch der weitere Weg viel leichter.
Polizist ist der Berufswunsch von vielen jungen Männern. Doch stimmen ihre Vorstellungen mit der Realität überein?
Foto: WillmyCC
Nicht nur Medien beeinflussen die Wahl des Kindes, sondern auch Wünsche. Laut zehntem Studierendensurvey der AG Hochschulforschung der Universität Konstanz gaben 36 Prozent der Befragten an, dass für sie die Sicherheit eines Arbeitsplatzes wichtiger als ein bestimmter Berufswunsch sei, ebenso die Chance auf ein gutes Einkommen spielt für jeden vierten Studierenden eine entschiedene Rolle bei der Studienwahl.
Realitätscheck
Wie auch immer Ihr Kind sich seine Vorstellungen über die Berufe macht, ein Realitätscheck empfiehlt sich immer. Dabei helfen etwa Gespräche: Niemand kann ein sachlicheres Bild eines Berufes zeichnen, als derjenige, der ihn täglich ausübt. Auch Praktika sind hilfreich, denn so erfährt Ihr Nachwuchs am eigenen Leib, was es heißt als XY zu arbeiten – und kann so Traum und Wirklichkeit abgleichen.
Das Internet bietet ebenfalls gute Recherchemöglichkeiten. So das BERUFENET der Bundesagentur für Arbeit: Hier erfährt ihr Kind viel Interessantes über die Tätigkeiten, die in einem Beruf ausgeübt werden. Unter http://www.berufe.tv/ finden Sie Filme, die einen Einblick in verschiedene Berufe gewähren. Und natürlich die Berufsberatung der Agenturen für Arbeit – sie beantwortet jede Frage.
Bei einem Praktikum und all der Recherche wird ihr Kind aber auch zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen: Es wird seine Vorstellungen überprüfen und es beschafft sich wichtige Informationen, etwa ob ein Studium oder eine Ausbildung zu dem gewünschten Beruf führt, welche Arbeitsmarktperspektiven für diesen Beruf gelten und welche Bewerbungsfristen und –verfahren es gibt.




