Soziale Vielfalt
Die Studienmöglichkeiten im sozialen Bereich sind vielfältig. Da hilft es, sich zuerst ausführlich über die einzelnen Studienrichtungen zu informieren und vorab zu entscheiden, in welchem Bereich man später arbeiten möchte. Berufsberaterin Yvonne Hollmann nennt beispielhaft ein paar Studiengänge und Einsatzfelder.
Im sozialen Bereich gibt es viele interessante Studiengänge.
Foto: Somieski
Daniela:
Ich würde gerne irgendwas Soziales studieren. Welche Möglichkeiten gibt es? Und habe ich damit überhaupt Chancen auf dem Arbeitsmarkt?
Yvonne Hollmann, Agentur für Arbeit Stendal
Liebe Daniela,
wenn Sie in die Studiengangsuchmaschine bei www.studienwahl.de das Suchwort „Sozial“ eingeben, erhalten Sie mehr als 500 Treffer, von Sozialer Arbeit über Sozialpädagogik bis zu Sozialwissenschaften. Aber das sind noch nicht alle Möglichkeiten, denn auch Studiengänge, die das Wort „Sozial“ nicht im Namen haben und deshalb mit diesem Suchwort nicht auftauchen, bereiten auf eine Tätigkeit im sozialen Bereich vor, beispielsweise „Bildung und Erziehung im Kindesalter“, Pflegewissenschaften oder auch Pädagogik. Die Möglichkeiten sind also vielfältig, und um das Passende zu finden, ist eine ausführliche Recherche und möglichst noch eine persönliche Beratung unabdingbar.
Kinder oder Erwachsene? Uni oder FH?
Ein paar Tipps kann ich Ihnen aber schon mal geben. Wichtig ist, zuerst einmal zu entscheiden, ob Sie später lieber mit Kindern und Jugendlichen, mit Erwachsenen, mit Alten oder mit Kranken arbeiten wollen. Entscheiden müssen Sie auch, ob Sie lieber an einer Uni oder einer Fachhochschule studieren wollen. Das Studium an der Fachhochschule ist in der Regel noch etwas praxisbezogener als an der Uni.
Soziale Studiengänge gibt es sowohl an Fachhochschulen als auch an Unis, sowohl im Bereich Pflege und Therapie als auch im Bereich Erziehung.
Studiengänge im Bereich Pflegewissenschaften beispielsweise qualifizieren für eine Führungsposition in Pflegeeinrichtungen, Krankenhäusern oder Altenheimen. Wenn Sie lieber therapeutisch tätig sein wollen, dann ist vielleicht der Studiengang Ergotherapie oder Logopädie das Richtige für Sie. In den Beruf des Sozialarbeiters wiederum führen die Studiengänge Sozialpädagogik oder Soziale Arbeit. Interessant ist auch der Studiengang Rehabilitationspsychologie, der an der Hochschule Magdeburg-Stendal angeboten wird. Vermittelt wird psychotherapeutisches, gesundheits- und rehabilitationswissenschaftliches Grundwissen, außerdem Kenntnisse aus den Sozial- und Erziehungswissenschaften sowie aus Gesundheitsvorsorge und Rehabilitation. Die Absolventen arbeiten beispielsweise in Rehakliniken oder bei Krankenkassen. Der Studiengang ist für all diejenigen interessant, die den Numerus Clausus für Psychologie nicht schaffen aber trotzdem in einem klinisch-psychologischen Berufsfeld arbeiten möchten.
Was die Chancen im sozialen Bereich angeht, so brauchen Sie sich eigentlich keine Sorgen zu machen. „Der Arbeitsmarkt im Bereich Pflege und Therapie sowie in der frühkindlichen Erziehung entwickelt sich positiv“, sagt Judith Wüllerich, Arbeitsmarktexpertin bei der Bundesagentur für Arbeit. Gerade im Pflegesektor trage schon allein die Tatsache, dass die Leute immer älter werden, zu einem steigenden Bedarf bei. Auch im Bereich der Elementarpädagogik macht sich eine erhöhte Nachfrage bemerkbar. „Die Zahl der in diesem Bereich bei der Bundesagentur für Arbeit gemeldeten Stellen ist 2009 gegenüber dem Vorjahr um gut elf Prozent gestiegen“, weiß die Arbeitsmarktexpertin Wüllerich.“
Mehr Infos
abi-Portal
Erzieher, Logopäden und Ergotherapeuten müssen bisher eine Ausbildung an einer Berufsfachschule machen. Aber hier ist einiges im Wandel. Der abi>> Artikel „Besser qualifiziert für den Job“ beleuchtet die Tatsache, dass es immer mehr Studiengänge im Bereich Pflege, Therapie und Erziehung gibt.
Studien- und Berufswahl
Auf der Webseite findet man Infos rund um die möglichen Studiengänge und kann nach Hochschulen recherchieren..
Hochschulkompass
Wo gibt es meinen Wunschstudiengang ohne Zulassungsbeschränkung? Diese Info gibt es unter anderem beim Hochschulkompass der Hochschulrektorenkonferenz.
www.hochschulkompass.de




