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7. Station: Aller Anfang ist schwer

Hürdenlauf oder Neustart?

Die Entscheidung für ein Studium oder eine Ausbildung ist gefallen, doch was, wenn man auf Hürden stößt, die den Plänen im Weg stehen? Dann solltest du nicht verzweifeln, sondern dich mit den Problemen auseinandersetzen und prüfen, welche Lösung in Betracht kommt.

Es gibt mehrere Gründe, die gleich zu Beginn den Spaß am gewählten Berufsweg verderben können. Doch keine Sorge: Erstens kann jeder einmal auf ein falsches Pferd setzen und zweitens gibt es immer ein Lösung!

Hürde 1: Kein Ausbildungs- oder Studienplatz

Du hast den gewünschten Ausbildungsplatz nicht bekommen? Gründe dafür können zu viele Mitbewerber sein oder auch wenig überzeugende Bewerbungsunterlagen. Dagegen kannst du dich absichern: Lies unsere Tipps in der Rubrik Bewerbung. Auch Bewerbungs-Ratgeber oder Bewerbungsunterlagen-Checks bei den Agenturen für Arbeit oder auf Messen bringen dich weiter.

Beim Studium besteht eine mögliche Hürde bei den Zulassungsverfahren, insbesondere, wenn die Anzahl der Bewerber für einen bestimmten Studiengang sehr hoch ist und nach der Abitur-Durchschnittsnote ausgewählt wird. Dann solltest du dich erkundigen, wie du deine Chancen auf einen Studienplatz erhöhen kannst (zum Beispiel über Wartesemester oder andere hochschulinterne Auswahlverfahren). Oder du machst dich auf die Suche nach Alternativen, wie bei Station 6 beschrieben.

Hürde 2: Soziale Probleme während der Ausbildung oder im Studium

Stößt du bei deinem Ausbildungsleiter oder Dozenten auf Ablehnung, dann ist es meist am besten, du sprichst das Problem direkt an. Viele Missverständnisse lassen sich so aus der Welt schaffen. Davor solltest du allerdings bei Kommilitonen oder anderen Azubis erfragen, ob sie ähnliche Erfahrungen gemacht haben.

Kannst du Verstimmungen nicht ausräumen, besteht an der Hochschule die Möglichkeit, sich an die Fachschaften beziehungsweise in besonders schlimmen Fällen auch an den Dekan der Fakultät zu wenden. Wenn das keine Besserung bringt, bleibt der Wechsel des Lehrstuhls oder sogar der Hochschule.

Bei Problemen in der Ausbildung kannst du vielleicht in eine andere Abteilung wechseln. Die Ausbildung abzubrechen, sollte nur der letzte Schritt sein. Zum Thema Ausbildungsabbruch bieten sowohl die Agenturen für Arbeit als auch die Kammern (zum Beispiel Industrie- und Handelskammern) Beratung an.

Hürde 3: Zweifel an eigenen Fähigkeiten oder Berufsaussichten

Gerade zu Beginn fühlen sich viele Studierende von den fachlichen Anforderungen, dem hohem Lernpensum oder dem wissenschaftlichen Arbeiten überfordert. Auch die benötigte Selbstständigkeit muss oft erst noch erlernt werden. Andere Studierende verlieren im Laufe ihres Studiums angesichts schlechter Arbeitsmarktaussichten den Mut.

Ein junger Mann und eine junge Frau sitzen etwas betrübt auf der Treppe vor der Hochschule und überlegen, wie es weitergeht.  

Foto: konzeptquartier

Laut dem Bildungsbericht im Auftrag von Kultusministerkonferenz, Bundesländern und Bundesministerium für Bildung und Forschung lag die Studienabbruchquote 2010 bei 24 Prozent. Wenn der Studienabbruch unausweichlich scheint, helfen die Agenturen für Arbeit oder auch die Studienberater der Hochschulen.

Bei Auszubildenden ist die Lage oft genau andersherum: Wer Zweifel an den Karrieremöglichkeiten nach der Ausbildung hat, sollte sich nach möglichen Weiterbildungen erkundigen. Und auch keine Angst davor haben, nach der Ausbildung noch ein Studium aufzusatteln, denn es ist meist ein Vorteil, mit einem Erfahrungsvorsprung vor den Kommilitonen ins Studium zu starten.

Hürde 4: Falscher Studien- oder Ausbildungsweg

Wenn du den Eindruck hast, dich für einen falschen Berufsweg entschieden zu haben und das nicht an den Ursachen liegt, wie bei Hürde 2 und 3 beschrieben, dann ist manchmal ein Studienabbruch oder Ausbildungsabbruch unvermeidbar.

Eine unpassende Studienwahl muss aber kein Grund sein, mit dem Studieren ganz aufzuhören. Ein Wechsel des Studienfachs kann genügen. Bei der Wahl des neuen Studiengangs stehst du wieder am Anfang des Berufswahlfahrplans und musst dich umfassend neu orientieren. Das ist aber natürlich auch eine Chance für dich, denn jetzt siehst du klarer, was du definitiv nicht willst und kannst dich daher wahrscheinlich leichter für einen neuen Weg entscheiden.

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