In English, please!
Immer mehr Studiengänge an deutschen Hochschulen tragen englische Titel. Bei manchen fällt es schwer, von der Bezeichnung auf die Studieninhalte zu schließen. abi>> stellt eine kleine Auswahl an Studiengängen mit schwer übersetzbaren englischen Titeln vor.
Schwer übersetzbare Studengänge: abi>> erklärt euch einige davon.
Foto: WillmyCC
„Computational Engineering Science (CES)”, Bachelor of Science an der RWTH Aachen
Hierbei handelt es sich um einen interdisziplinären Studiengang, der die Fächer Maschinenbau, Mathematik und Informatik verknüpft. Die Studierenden lernen, den Computer als Werkzeug für komplexe ingenieurwissenschaftliche Problemlösungen zu nutzen. Die Entwicklung geeigneter neuer Algorithmen und Software spielt dabei ebenso eine Rolle wie die Auswahl einer angemessenen Computerarchitektur. So können etwa Crashtests für die Automobilindustrie am Computer simuliert werden. Einsatzfelder gibt es für Absolventen des siebensemestrigen Studiengangs aber beispielsweise auch in der Luft- und Raumfahrtindustrie oder in der chemischen Industrie.
„Digital Humanities“, Bachelor of Arts an der Universität Würzburg
In diesem sechssemestrigen Bachelorstudiengang lernen die Studierenden an der Schnittstelle zwischen Informatik und den Kulturwissenschaften die wichtigsten Teilgebiete und Methoden der Computerphilologie kennen. So werden die Studierenden befähigt, Texte digital zu erfassen und im Internet zu publizieren. In den Veranstaltungen geht es etwa um Datenmodellierung, digitale Publikationen oder Textsammlungen sowie ums Programmieren. Absolventen können organisatorische, beratende und Führungsaufgaben im Bereich der Print- und elektronischen Medien wahrnehmen und in Forschung, Journalismus, Public Relations und Werbung tätig sein.
Midwifery, Bachelor of Science an der Hochschule Osnabrück
Midwifery – zu Deutsch: Geburtshilfe – ist ein ausbildungsergänzender Bachelorstudiengang. Zugangsvoraussetzung für Studieninteressierte ist ein Ausbildungsplatz an einer kooperierenden Hebammenschule. Für bereits berufsqualifizierte Hebammen und Entbindungspfleger ist nach erfolgreich abgelegter Äquivalenzprüfung an der Hochschule ein Quereinstieg in das vierte Semester möglich. Studierende des sechssemestrigen Studiengangs befassen sich unter anderem mit den Versorgungsstrukturen im Gesundheitswesen, ethischer Entscheidungsfindung, Beratung und Anleitung sowie Personal- und Organisationsentwicklung.
„Design and Development in Automotive and Mechanical Engineering”, Master of Engineering an der Hochschule Esslingen
Im Verlauf des dreisemestrigen Masterprogramms lernen die Studierenden, komplexe technische Anlagen zu entwickeln und zu konstruieren. Dabei sollen sie befähigt werden, in internationalen und interkulturellen Projektteams zu arbeiten. Dementsprechend werden alle Lehrveranstaltungen auf Englisch abgehalten. Zulassungsvoraussetzung ist unter anderem das Bestehen eines Englischtests. In den Kursen geht es beispielsweise um Strömungslehre, Oberflächentechnologien, Leichtbaukonstruktionen, Produktdesign oder Sicherheit. Spätere Arbeitsbereiche können die Automobil- und ihre Zulieferindustrie oder die Maschinenbauindustrie sein.
„Hydroinformatics and Water Management“, Master of Science an der Brandenburgischen Technischen Universität Cottbus
Flussläufe, Hochwasser, Wasserversorgung oder Abwasser mit Hilfe von Informationstechnologie berechnen und managen: Das lernen die Studierenden in dem viersemestrigen Masterprogramm, das gemeinsam von fünf europäischen Universitäten – neben Cottbus sind Unis in Frankreich, Ungarn, Spanien und Großbritannien beteiligt – ausgerichtet wird. Die Veranstaltungen finden zum größten Teil auf Englisch statt. Wer den Master erfolgreich absolviert, kann zum Beispiel bei Forschungseinrichtungen, in Behörden, Ministerien oder Industrieunternehmen, die mit Wassermanagement befasst sind, tätig werden.
„International Horticulture“, Master of Science an der Leibniz Universität Hannover
In diesem zweijährigen Masterprogramm werden die Studierenden für eine Tätigkeit in der gartenbaulichen Produktion ausgebildet, die mittlerweile stark international ausgerichtet ist. Sie lernen die umweltverträgliche Produktion von Obst, Gemüse, Blumen und Bäumen kennen und wissen, wie Qualitäts- und Ertragsverbesserungen erzielt werden können. Die Absolventen sollen in der Lage sein, komplexe gartenbauliche Produktionssysteme handhaben zu können. So können sie in international agierenden Unternehmen der Züchtung, der Verarbeitung oder des Handels tätig werden.




