"Im Bachelorstudium wird noch mehr gejobbt"
Worauf sollten Studierende bei einem Nebenjob achten? Achim Meyer auf der Heyde, Generalsekretär des Deutschen Studentenwerks, steht abi>> Rede und Antwort.
abi>>: Herr Meyer auf der Heyde, wann ist ein Job neben dem Studium sinnvoll?
Achim Meyer auf der Heyde: Grundsätzlich ist ein Nebenjob dann gut, wenn er einen direkten Bezug zum eigenen Studienfach hat, wenn er es also ermöglicht, Erfahrung und Kontakte für das spätere Berufsleben zu sammeln.
abi>>: Worauf müssen insbesondere BAföG-Empfänger achten?
Achim Meyer auf der Heyde: Studierende, die BAföG beziehen, können bis zu 400 Euro verdienen, ohne dass ihnen die Förderung gekürzt wird. Das entspricht Tätigkeiten vom Umfang eines Minijobs.
abi>>: Wie lassen sich die neuen Bachelor- und Masterstudiengänge mit einem Nebenjob vereinbaren?
Achim Meyer auf der Heyde: Offenbar so gut, dass viele Bachelorstudierende trotz der zeitlichen Belastung nebenbei jobben. 14 Stunden pro Woche arbeiten Studierende im Erststudium. Studium und Nebenjob zusammengerechnet, bewältigen sie heute eine 44-Stunden-Woche. Diese Daten haben uns auch überrascht, wir hatten erwartet, dass die Nebentätigkeiten mit der Einführung von Bachelor und Master sinken würden.
abi>>: Was sollten Studierende tun, die sich selbst finanzieren müssen und sich durch die Mehrfachbelastung überfordert fühlen?
Achim Meyer auf der Heyde: In so einem Fall sollte man sich unbedingt an die Sozialberatungen der Studentenwerke wenden. Diese Einrichtungen helfen unabhängig und individuell zu allen Fragen der Studienfinanzierung weiter und können Alternativen und Lösungswege aufzeigen.
abi>>: Inwiefern kann ein Studium sogar von Nebenjobs profitieren?
Achim Meyer auf der Heyde: Wenn der Job, wie gesagt, praktische Erfahrungen und Kontakte für den späteren Beruf vermittelt. Aber ich sage aus eigener Erfahrung: Man kann auch in Nebenjobs, die nichts mit dem Studium oder der Hochschule zu tun haben, eine ganze Menge für das Leben lernen. Nur sollte der Nebenjob eben eine Nebensache bleiben und weder zeitlich noch inhaltlich wichtiger werden als das Studium.





