Perlen in der Pfalz
Familiäre Studienbedingungen, ein buntes Freizeitangebot und eine atemberaubende Landschaft locken mittlerweile viele Studienbewerber ins mittelrheinische Koblenz.
Deutsches Eck in Koblenz: Die Stadt hat aber weit mehr Sehenswürdigkeiten zu bieten.
Foto: Koblenztouristik
Der Hochschulstandort Koblenz
Einwohner: rund 100.000 in Koblenz und rund 43.000 in Landau
Studierende: rund 14.000 in Koblenz und Vallendar und rund 6.000 in Landau
Hochschulen: Koblenz: Zwei staatliche Hochschulen (Campus Koblenz der Universität Koblenz-Landau und Fachhochschule Koblenz) und zwei private Hochschulen im nahen Vallendar (WHU – Otto von Beisheim School of Management und Philosophisch-Theologische Hochschule Vallendar)
Landau: Campus Landau der Universität Koblenz-Landau
Studiengebühren: an staatlichen Hochschulen für grundständige Erststudiengänge keine Gebühren, 650 Euro pro Semester für Langzeitstudierende
Semesterbeitrag: 109 Euro.
Miete: circa 200-280 Euro für einen Platz im Wohnheim, privat im Schnitt rund 5,85 Euro Kaltmiete pro Quadratmeter
Romantische Weinberge, hohe Felsen, sanfte Flussbiegungen und zahlreiche alte Burgen – kein Wunder, dass die Gegend um Koblenz zum Weltkulturerbe Mittelrhein erklärt wurde. Die Stadt am weltberühmten Deutschen Eck, dem Zusammenfluss von Rhein und Mosel zieht nicht umsonst viele Touristen an. Manch ein Student findet daher einen Nebenjob in einem der vielen gastronomischen Betriebe. Von Biergärten, Weinlokalen über Kneipen, Clubs und Restaurants bietet Koblenz einige Möglichkeiten – zum Feiern und zum Jobben.
In Koblenz und seiner unmittelbaren Umgebung studieren mittlerweile rund 14.000 Menschen an zwei staatlichen und zwei privaten Hochschulen. „Ich dachte auch, dass Koblenz keine typische Studentenstadt ist“, gibt Prof. Kristian Bosselmann-Cyran zu, der seit September 2011 Präsident der Fachhochschule ist. „Ich habe mich aber eines Besseren belehren lassen. Die Stadt hat eine Atmosphäre, die einer typischen Studentenstadt in nichts nachsteht.“
Moderne Hochschulen
Die Studierenden der FH und der Uni lernen an zwei ziemlich modernen, nicht überlaufenen Hochschulen etwas außerhalb der Innenstadt. Beide Hochschulen wurden in den letzten zehn Jahren enorm ausgebaut. Das bedeutet, dass sie innovative Studiengänge zu bieten haben und eine moderne, attraktive Campusstruktur.
In unmittelbarer Campusnähe gibt es auch mehrere Wohnheime, in denen man zu erschwinglichen Preisen wohnen kann. Die Wartezeiten für ein WG-Zimmer oder eine Wohnung sind kurz. Aber auch in der Stadt ist der Wohnungsmarkt eher entspannt. Matthias Gallasch ist vor kurzem aus seinem Wohnheim-Zimmer mit seiner Freundin in eine 2-Zimmer-Wohnung gezogen. „Wir haben online nach einer Wohnung Ausschau gehalten und die erste, die uns gefallen hat, auch direkt bekommen“, erzählt er. Für die 67 m² zahlen seine Freundin und er 450 Euro Warmmiete.
Wirtschaftlich gilt Koblenz als IT-Stadt. Viele namhafte, kleine und große Unternehmen aus der IT-Branche sind hier ansässig. Gemeinsam mit der Universität Koblenz-Landau forschen die IT-Spezialisten der Stadt an einem Technologiezentrum. In den IT-Unternehmen finden Studierende auch häufig Praktikantenstellen oder Nebenjobs.
Modernität auch weiter im Süden
Das knapp 180 Kilometer weiter südlich gelegene Landau liegt malerisch inmitten von Weinbergen und lockt mit 1.800 Sonnenstunden im Jahr zahlreiche Studierende. Die ehemalige Festungsstadt an der südlichen Weinstraße wurde 1260 von Graf Emich IV. von Leiningen-Landeck gegründet und gilt als eine der größten Weinbau treibenden Gemeinden Deutschlands. Das sieht man auch daran, dass sechs der acht Stadtteile ehemalige Winzerdörfer sind, die nach und nach eingemeindet wurden. Auf dem Wochenmarkt kann man die Weine aus den verschiedenen Stadtteilen kosten: Riesling, Silvaner und Burgunder werden unter den alten Lagebezeichnungen „Nußdorfer Herrenberg“ oder „Godramsteiner Königsacker“ verkauft.
Knapp 6.000 Studierende tummeln sich mittlerweile auf dem Campus in Landau, dem zweiten Standort der Universität Koblenz-Landau. Hier wird in den Fachbereichen Erziehungswissenschaften, Kultur- und Sozialwissenschaften, Natur- und Umweltwissenschaften und Psychologie gelehrt. Der Hauptcampus im Nordwesten der Stadt ist gerade modernisiert worden, sodass die Studierenden auch hier in modernsten Einrichtungen lernen können. Zudem wurden 2010 weitere Gebäude in Betrieb genommen, die sich über die ganze Stadt verteilen. Günstig wohnen kann man im Wohnheim des Studentenwerks in Einzel- oder Doppelapartments.
Landau ist Tagungsstadt und verfügt über ein Messegelände, auf dem regelmäßig Fach- und Verbrauchermessen, Ausstellungen und Kongresse stattfinden. In der Wirtschaftsregion zwischen den Metropolregionen Rhein-Neckar, Karlsruhe und Elsass ist die Stadt vor allem als Handels- und Dienstleistungszentrum bekannt. Neben Automobildienstleistern und Betrieben aus dem Druck- und Verlagswesen haben sich in Landau in den vergangenen Jahren auch einige Firmen der Software- und Technologiebranche angesiedelt.




