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Praktikum

Vier Wochen in der TV-Redaktion

Anne Eßwein (21) studiert Ressortjournalismus an der Hochschule Ansbach. Einen Teil ihrer Semesterferien nutzt sie regelmäßig, um praktische Erfahrungen in Redaktionen zu sammeln - derzeit beim Bayerischen Rundfunk in Nürnberg.

Auf dem Foto sind Hände und eine Computertastatur zu sehen.

Anne Eßwein macht ein Praktikum in einer Redaktion. 

Foto: WillmyCC Studio

Recherchieren, texten, Filme machen: In den ersten vier Semestern ihres Studiums an der Hochschule Ansbach hat Anne Eßwein schon viel gelernt. Ergänzende Praktika aber setzen nach ihrer Einschätzung das i-Tüpfelchen: „Es ist wichtig, als angehende Journalistin frühzeitig die Arbeitsabläufe in Redaktionen kennenzulernen. Außerdem sind Praktika gute Referenzen, mit denen man sich bei späteren Bewerbungen durchsetzen kann“, findet sie. So hat die 21-Jährige bereits die Redaktion einer Lokalzeitung kennengelernt und Auslandserfahrungen bei einem Tourismusmagazin in Nepal gesammelt.

Anne Eßwein hat langes blondes Haar und blaue Augen.

Anne Eßwein

Foto: Privat

Zurzeit pendelt Anne Eßwein täglich zum Bayerischen Rundfunk nach Nürnberg, wo sie einen Monat lang Einblicke in die Produktion der regionalen Fernsehnachrichten gewinnt. Sie schnuppert dabei nicht nur in die Redaktion, sondern auch in die Technik hinein, um die Zusammenhänge besser verstehen zu lernen – von der Stoffentwicklung über den Schnitt bis hin zum Umgang mit dem Mikrofon. Ihre Aufgaben empfindet sie als praktisch, da sie nicht nur das Zuschauen, sondern auch das Assistieren beinhalten. „So bekomme ich sehr viel mit.“

Für den Praktikumsplatz hatte Anne Eßwein sich bereits ein halbes Jahr im Voraus beworben. „Ich habe ohne vorherige Anfrage eine Initiativbewerbung hingeschickt und kleine, selbst produzierte Filme aus dem Studium als Arbeitsproben beigefügt“, erzählt sie. Anschließend brauchte sie viel Geduld, konnte aber ohne Vorstellungsgespräch überzeugen. „Zwei Wochen vor Beginn des Praktikums habe ich gleich eine Zusage per Post bekommen.“ Da die vorlesungsfreie Zeit zwei Monate beträgt, bleibt Anne Eßwein die Hälfte der freien Zeit, um zu lernen und Ferien zu machen.

Eine Bezahlung ist im Praktikum nicht die Regel: „Für einige Texte gab es schon kleine Honorare, aber meist sind die Praktika nicht vergütet“, sagt die angehende Journalistin. Dafür sind die Erfahrungswerte kostbar: Durch ihr Gastspiel bei verschiedenen Medien hat Anne Eßwein bereits klarere Vorstellungen davon entwickelt, wo sie im späteren Berufsleben hin möchte. „Ich weiß nun, dass mir der Bereich Film mehr liegt als die Arbeit bei einer Zeitung, und kann schon während des Studiums passende Schwerpunkte setzen.“ Auf der anderen Seite profitiere das Studium von den praktischen Erfahrungen: „Vieles von dem, was ich in den Redaktionen abgeschaut habe, kann ich nun einbringen.“ Nach ihrem Bachelorabschluss möchte Anne Eßwein noch mehr dazu lernen. „Mein nächstes Ziel ist ein englischsprachiger Masterstudiengang im Bereich internationaler Journalismus.“

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