Auslandserfahrung inklusive
Melanie Landwehr (22) studiert im dritten Jahr International Business an der Dualen Hochschule Baden-Württemberg (DHBW) in Mosbach. Während des dreijährigen Studiums wechseln sich Theorie- und Praxisphasen alle zwölf Wochen ab.
Während ihres Studium war sie bereits zweimal im Ausland: Melanie Landwehr. Foto: Privat
Als Melanie Landwehr 2007 ihr Studium BWL – International Business an der Dualen Hochschule in Mosbach aufnahm (ehemals Berufsakademie Mosbach), war sie hochmotiviert, hatte aber zugleich sehr viel Respekt vor dem Studium. „Ich wusste, die Seminarstunden finden auf Englisch statt – außer in Recht und Mathematik. Das traute ich mir anfangs kaum zu“, erinnert sich die Mathebegeisterte. Dann überwog die Faszination: „Unsere Dozenten kommen aus Südafrika, Australien, den USA und England. Heute kann ich jedem sagen: Wer gute Englischkenntnisse aus dem Abitur hat, packt das sehr gut.“
Zusage eines Maschinenbauers
Den Weg an die DHBW ebnete der Württembergerin die Zusage eines mittelständischen Maschinenbaubetriebs, bei dem sie sich um den dualen Studienplatz bewarb. „Ich hörte davon, als mein heutiger Ausbildungsleiter das Angebot für Abiturienten an unserer Schule vorstellte“, sagt sie. Das komprimierte Studium mit internationalem Bezug und integrierter Betriebspraxis war genau das Richtige, weil sie das praktische Arbeiten sehr schätzt. „Meine Eltern haben ein Geschäft, in dem ich schon immer mitgearbeitet hatte.“
Sie bewarb sich, wurde zum Assessment Center geladen und erhielt die Zusage. Ein Tipp: Ein Vorlauf von etwa einem Jahr sollte für die Bewerbung eingeplant werden. Anstelle der Studienschwerpunkte Change Management und Internationales Management wählte sie Angewandte Technik. „Es macht Sinn, Kenntnisse in BWL mit einem technischen Grundwortschatz zu kombinieren.“ Man blicke besser durch bei Fragen wie: „Was produziert eigentlich die Firma, bei der man arbeitet?“
Im Lauf des Studiums ging Melanie Landwehr gleich zwei Mal ins Ausland: Einem viermonatigen Semester in Flagstaff/Texas (USA) folgten einige Monate in Rumänien. „Meine Firma schickte mich zu einer neu gegründeten Tochterfirma in Sibiu (Hermannstadt). Ich half in Verwaltung und Beschaffung mit.“
Urlaub zum Lernen
Das Studium ist interessant, der Aufwand ist allerdings nicht gerade gering: Anstelle langer Semesterferien haben Studierende an der DHBW 25 Urlaubstage im Jahr. Für lange Klausurphasen, die man in der Freizeit vorbereitet, wird man entschädigt: mit kleinen intensiven Klassen, einem engen Draht zueinander, einem Ausbildungsgehalt und mit Glück dem Fuß im Berufsleben. „Ich habe gehört, dass viele Arbeitgeber gern DHBW-Studierende einstellen.“ Es hat sich herumgesprochen, dass Studierende des Intensivstudiums organisiert sind und in der Lage, Druck auszuhalten.




