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Duales Studium Wirtschaftsinformatik

Vom Hörsaal in die IT-Abteilung

Vorlesungen und Seminare an der Hochschule Elmshorn, Praxis in der Informationsverarbeitung der Hamburger TK-Zentrale: Für Robert Lienau (20), der im vierten Semester Wirtschaftsinformatik studiert, ist das inzwischen Routine.

Rechts auf dem Bild ist ein junger Mann zu sehen. Er trägt ein kariertes Hemd. Links von ihm ist ein Schrank mit Servern.

Für ein duales Studium hatte Robert Lienau sich ganz bewusst entschieden: "Die Kombination aus Informatik und Betriebswirtschaft entspricht genau meinen Interessen."

Foto: Privat

Die Firmen-Webseite, interne Software, Benutzeroberflächen für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, Produkte für den Kunden: Informationstechnologie (IT) ist in allen Bereichen der Techniker Krankenkasse präsent. Und Robert Lienau ist mitten drin. „In unserem aktuellen Projekt geht es um die Migration einer älteren Anwendung, also die Modernisierung der Benutzeroberfläche und der Funktionalität. Dabei werden historische Daten in eine nutzerfreundliche Datenbank  überführt", erklärt der Student, der gerade in der Anwendungsentwicklung eine seiner Praxisphasen absolviert.

„Diese Phasen dauern mehrere Monate und wechseln mit zehnwöchigen Theoriesemestern“, erklärt er. Für letztere fährt er nach Elmshorn bei Hamburg, wo sich die kooperierende Nordakademie Hochschule der Wirtschaft befindet. Die Praxiserfahrung sammelt er immer in der Zentrale in Hamburg. „Wir können aber jedes Semester in einem anderen Aufgabenbereich arbeiten, wenn wir möchten“, erklärt der Student. Der Fokus liege immer auf der Anwendungsentwicklung, es gebe aber verschiedene Themenbereiche wie beispielsweise Web- oder betriebswirtschaftliche und sozialversicherungsrechtliche Anwendungen. Zusätzlich nimmt er an firmeninternen Fortbildungen teil, etwa zum Thema „Datenschutz“ oder „Sozialversicherungen“.

Theorie praktisch angewendet

Robert Lienau hatte großes Glück, dass es mit dem dualen Studium bei der Techniker Krankenkasse geklappt hat: Erst zwei Monate vor seiner Einstellung, im August 2009 schickte er seine Unterlagen an das Unternehmen. „Das war sehr knapp“, sagt er, „Normalerweise beträgt die Vorlaufzeit mindestens ein Jahr. Doch als ich erfahren habe, dass ich bei der TK noch im selben Jahr mit einem Studium beginnen könnte, habe ich mich einfach sofort beworben.“ Die Einladung zum persönlichen Gespräch kam schon nach wenigen Tagen. „Bei diesem ersten Kennenlernen wurde ich zum Beispiel gefragt, warum ich gerne bei der Techniker Krankenkasse arbeiten möchte.“ Seine Antwort: „Die TK ist mir als ausgezeichneter Arbeitgeber ein Begriff. Außerdem bin ich seit Jahren selbst bei der TK versichert.“ In einem zweiten Gespräch konnte Robert Lienau mit seinem analytischen und strukturierten Denken überzeugen. Schon am nächsten Tag kam die positive Rückmeldung.

Für ein duales Studium hatte er sich ganz bewusst entschieden: „Die Kombination aus Informatik und Betriebswirtschaft entspricht genau meinen Interessen. Auch die Möglichkeit, gleich in die Praxis einzusteigen, hat mich sehr angesprochen.“ Besonders gut gefällt ihm deshalb auch, dass Theorie- und Praxisanteile gut aufeinander abgestimmt sind, so dass das Gelernte immer gleich im Unternehmen angewendet werden kann. „Im Fach Programmierung lernen wir seit dem dritten Semester zum Beispiel die Programmiersprache Java, die bei der TK vorrangig  angewendet wird und auch wichtig für unser aktuelles Projekt ist.“ Auf dem Stundenplan stehen Informatikfächer wie Programmierung, Softwareproduktion, Datenbanksysteme oder Mathematik. Auch Kenntnisse aus dem Bereich Wirtschaftswissenschaften werden vermittelt, beispielsweise Rechnungswesen, Marketing, Logistik und Controlling. „Ab dem fünften Semester kommen noch Wahlpflichtfächer wie Projektmanagement, strategisches Marketing oder Analytische Informationssysteme hinzu“, ergänzt Robert Lienau. Das fünfte Semester können die Studierenden an einer Hochschule im Ausland verbringen, beispielsweise in London oder Budapest. Er selbst hat dies bisher aber nicht geplant, sondern möchte lieber weiterhin Erfahrungen vor Ort sammeln.

Anfang März 2013 wird Robert Lienau das insgesamt siebensemestrige Studium abschließen. Er ist schon gespannt, was sich noch entwickeln wird. „Auf jeden Fall möchte ich gerne bei der Techniker Krankenkasse bleiben“, weiß er aber schon. „Vielleicht mache ich dann noch das berufsbegleitende Masterstudium.“

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