Controlling in Costa Rica
Völlig fremd und doch irgendwie vertraut: Isabelle Raschke hat während ihres dualen Studiums BWL/International Business Administration vier Monate in Costa Rica gearbeitet. "Die Arbeitsabläufe waren ähnlich wie in Deutschland", meint die 24-Jährige.
Abstecher in den Regenwald: Isabelle Raschke hat eine Praxisphase während ihres dualen Studiums in Costa Rica verbracht.
Foto: Privat
Ihr Auslandseinsatz in Costa Rica war die vierte von sechs Praxisphasen bei der Bayer Pharma AG in Berlin – dem Unternehmen, das sie für den sechssemestrigen dualen Studiengang BWL/International Business Administration an der Hochschule für Wirtschaft und Recht (HWR) Berlin eingestellt hat. „Ich war in Costa Rica im Regionalcontrolling tätig und habe dort an der Drei-Jahresplanung mitgearbeitet. Ich habe außerdem ein Lagerkontrollsystem für Werbeartikel für die Bereiche Zentralamerika und die Karibik ausgearbeitet“, erinnert sich Isabelle Raschke. Mit den Kollegen hat sie sich auf Spanisch und Englisch unterhalten. „Man erwartet vielleicht, dass die Menschen dort anders arbeiten, aber das war nicht der Fall.“
Gute Vorbereitung
Fachlich qualifiziert für ihren Job im Ausland hat sie ihr Studium sowie die vorherigen Praxisphasen im Controlling, im Einkauf und in der Marktforschung ihres Unternehmens. „Ich hatte Spanisch-Kurse in der Firma. Sehr gut geholfen haben mir auch Vorlesungen in meinem Wahlpflichtfach zum Thema Kultur und Kulturmanagement, wo viel über kulturelle Unterschiede vermittelt wurde.“ Die meisten Veranstaltungen werden außerdem auf Englisch abgehalten. „Der große Unterschied zum Uni-Studium ist natürlich, dass wir schon ein eher schulisches, also festgelegtes Studienprogramm haben und unsere Vorlesungen im Kurs stattfinden“, sagt Isabelle Raschke.
Mit dem Studium sei sie häufig am Abend und am Wochenende beschäftigt gewesen. Und auch während der Urlaube habe sie häufig für Klausuren gelernt oder Hausarbeiten geschrieben. Trotzdem ist sie sehr zufrieden mit ihrer Wahl. „Ich wollte nach meinem Abi schon in die Arbeitswelt reinschnuppern und mehr mitkriegen, als ein ‚normales’ Studium einem bieten kann. Da wir nur 32 Studenten in der Fachrichtung waren, hatten wir auch direkten Kontakt zu den Professoren – für mich war das perfekt.“ Isabelle Raschke hat vor kurzem ihre Bachelor-Arbeit abgegeben, die sie während einer Praxisphase bei Bayer geschrieben hat. Nun will sie doch noch einmal das Uni-Leben kennen lernen, obwohl sie auch gleich bei der Bayer Pharma AG hätte weiterarbeiten können. „Ich mache einen Master in International Business Administration an der Europa-Universität Viadrina in Frankfurt an der Oder. Ich möchte auch noch diese Erfahrung machen, bevor ich beruflich richtig losstarte.“




