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Gerontologie

Forschen für die Generation 50 plus

Die deutsche Gesellschaft altert - das verkünden nicht nur die Medien, es macht sich auch vielfach im Alltag bemerkbar. Maximilian Seidel (23) sieht darin seine berufliche Chance: Er will die Lebens- und Arbeitsbedingungen für ältere Menschen verbessern und studiert darum Gerontologie an der Universität Vechta.

Mittlerweile befindet sich Maximilian Seidel im ersten Semester des Masterstudiengangs Gerontologie, der Wissenschaft des Alterns. Gerontologen

Maximilian Seidel hat längere dunkelblonde Haare und trägt ein weisses T-Shirt unter einem schwarzen Kapuzenpulli.

Maximilian Seidel

Foto: Privat

setzen sich mit den Bedingungen für ein gesundes und zufriedenes Altern auseinander – und können in unterschiedlichen Bereichen wie Pflege, Beratung, Marketing oder Forschung tätig sein. Seinen Bachelor hat der 23-Jährige bereits in der Tasche. „Ich wusste nach dem Abi und meinem Zivildienst – wo ich mit älteren

Menschen gearbeitet habe – dass ich einen Studiengang im Gesundheitswesen oder sozialen Bereich machen möchte.“ Ein Berufsberater machte ihn dann auf das Studium der Gerontologie aufmerksam. „Der Reiz an diesem Studiengang ist, dass er viele Disziplinen vereint“, sagt Maximilian Seidel.

So stehen im sechssemestrigen Bachelor verschiedene Modulbereiche auf dem Lehrplan: Einerseits Pädagogik und Soziale Arbeit, Psychologie, Soziologie oder Philosophie, andererseits aber auch Betriebswirtschaftslehre oder Recht. Dadurch sollen die unterschiedlichen Facetten des Älterwerdens und Altseins, die Probleme der Versorgung und die Gestaltung der gesamten Umwelt von älteren Menschen aus diversen Perspektiven beleuchtet werden. Im Masterstudium werden diese Kenntnisse dann in Veranstaltungen beispielsweise zu Gesundheit, Pflege und sozialen Diensten, zu Versorgungskonzepten, Lebensformen und -führung oder Alternsprozessen vertieft.

Viele Karrierewege möglich

„Ich bin schon gefragt worden, was ich nach dem Abschluss beruflich machen kann. Viele denken als erstes, man kann ein Altenheim leiten oder ähnliches.“ Dabei können die Absolventen in den unterschiedlichsten Branchen tätig werden. Sie sind etwa im Gesundheitsmanagement gefragt oder helfen, die Arbeitsplätze für ältere Menschen im produzierenden Gewerbe – beispielsweise in der Automobilbranche – zu gestalten. In der Wirtschaft können sie Produkte und Dienstleistungen für die ältere Zielgruppe mit entwickeln und vermarkten. Der Gerontologie-Master soll den Studierenden den Weg in Führungspositionen eröffnen.

Maximilian Seidel sieht seine Zukunft momentan in der Forschung. „Ich könnte mir zum Beispiel vorstellen, an universitären Forschungsprojekten mitzuwirken – wo es darum geht, Altern ein Stück weit einfacher zu machen, aber auch darum soziale Ungleichheiten abzubauen.“

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