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Medizinische Informatik

Eine ideale Kombination

Nach Abschluss ihres Diplomstudiums der Medizinischen Informatik, eine Kooperation der Hochschule Heilbronn und der Universität Heidelberg, hat Meike Treu (25) nun ihre Promotion in die Wege geleitet.

Meike Treu hat langes blondes Haar. Sie lächelt in die Kamera.

"Bei uns an der Hochschule gibt es viele Frauen, die dieses Fach studieren." Meike Treu studierte Medizinische Informatik.

Foto: Privat

„Ich habe eigentlich nie angestrebt, meinen Doktor zu machen, doch dann hat es mir in der Forschung so gut gefallen, dass ich beschlossen habe, eine universitäre Laufbahn einzuschlagen“, erzählt die angehende Doktorandin Meike Treu. „Und dazu ist die Promotion einfach Voraussetzung.“ Es beflügelt sie vor allem, dass sie mit ihrer Forschungsarbeit einen Beitrag zum Fortschritt der Medizin leisten kann.

Nach ihrer Diplomarbeit über geeignete mathematische Modelle für Programme, mit denen Gehirnschädigungen von Säuglingen nach Komplikationen – wie beispielsweise einer Frühgeburt – besser erkannt werden können, stellte sich das Thema als so wichtig und noch weitgehend unerforscht heraus, dass es Schwerpunkt einer Doktorarbeit werden konnte. Während eines Laborpraktikums, das innerhalb ihres Hauptstudiums in Medizinischer Informatik an der Hochschule Heilbronn stattfand, entschied sie sich dann dafür, in die Forschung zu gehen. „Bis dahin hatte ich überlegt, beispielsweise in der industriellen Entwicklung der Pharmaindustrie zu arbeiten“, erläutert Meike Treu.

Lieblingsfach Informatik

Dass Informatik ihr Spaß macht, weiß Meike Treu bereits seit ihrer Schulzeit. In Mathe war sie immer ein As, Informatik wurde ihr Wahl- und Lieblingsfach am Wirtschaftsgymnasium, das sie im Anschluss an Haupt- und Wirtschaftsschule besuchte. An selbstprogrammierten Homepages oder kleineren Programmen zu feilen, machte ihr großen Spaß. Ihr Interesse an Medizin wuchs durch diverse Praktika in Arztpraxen, wo sie nicht nur über die Schulter schauen, sondern auch mal Verbände unter Aufsicht mit anlegen durfte. „In der Hauptschule wollte ich eine Zeit lang sogar Arzthelferin werden“, erinnert sich die Akademikerin. Von dem Studiengang Medizinische Informatik erfuhr sie schließlich durch eine Freundin, die das Fach studierte. „Diese Kombination fand ich ideal.“

Von den medizinischen Veranstaltungen an der Hochschule war Meike Treu dann vollends begeistert: „Die Vorlesungen in Humanmedizin am Klinikum Heilbronn waren eine wirkliche Bereicherung für mich“, erzählt sie. Im Fach Informatik gefielen ihr vor allem Vorlesungen zu Datenbanken oder zur Bild- und Signalverarbeitung, mit deren Hilfe medizinische Daten zur Diagnose- und Therapieunterstützung dreidimensional dargestellt werden können, sehr gut. Ein Projekt über die Software für einen Chat fand sie ebenfalls spannend. „Ein reines Männerstudium ist die Medizinische Informatik nicht“, sagt die 25-Jährige. „Bei uns an der Hochschule gibt es viele Frauen, die dieses Fach studieren.“ Laut Statistischem Bundesamt waren im Wintersemester 2009/10 fast 37 Prozent der Studierenden, die das Fach an einer deutschen Uni absolviert haben, weiblich.

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