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Pharmazie

Die Rezeptur des Erfolgs

Frauen in der Überzahl — das gilt auch für das Pharmaziestudium. Aber auch für Männer sind der Studiengang und die späteren Karriere-Aussichten höchst attraktiv, meint Stefan Rack (22), der den Studiengang an der Universität Münster absolviert.

Auf dem Foto ist eine Mikroskopaufnahme zu sehen.

Vergrößert mit Hilfe eines Mikroskops: Staphylokokken-Bakterien können beim Menschen etwa Hautinfektionen auslösen.

Foto: WillmyCC

Für Stefan Rack, der Pharmazie derzeit im siebten Semester studiert, hat eine Vielzahl von Gründen für den Beruf des Apothekers gesprochen: „Mich fasziniert die Frage, wie der menschliche Körper funktioniert. Das Studium bietet eine gute Mischung aus den Naturwissenschaften – der Chemie, der Biologie und der Physik.“ Ein weiteres wichtiges Argument für den 22-Jährigen war, dass es kaum arbeitslose Pharmazeuten gibt.

Viel Lernarbeit

Dafür wird den Studierenden aber auch einiges abverlangt, denn das Studium gilt – wie auch andere naturwissenschaftliche Studiengänge – als anspruchsvoll. „Das ist ein echtes Büffelstudium, man braucht viel Sitzfleisch“, sagt Stefan Rack, für den der Tag oft um acht Uhr beginnt und erst um 18 Uhr endet. Dennoch findet er die Zeit, sich in der Fachschaft und im Bundesverband der Pharmaziestudierenden zu engagieren. „Wenn ich könnte, würde ich mich auch jetzt noch außerhalb der Uni sozial engagieren, aber mir bleibt keine Zeit.“

Stefan Rack hat kurzes blondes Haar und trägt einen weissen Kittel.

Stefan Rack

Foto: Privat

Stefan Rack und seine Kommilitonen folgen dem gleichen Studienplan bis zu den Staatsexamen mit nur wenigen Wahlmöglichkeiten. Neben den Naturwissenschaften büffeln sie Mathematik, pharmazeutische Analytik, pharmazeutische Biologie, pharmazeutische Chemie, pharmazeutische Technologie, Pharmakologie – die Wissenschaft von der Wechselwirkung zwischen Stoffen und Lebewesen – und Toxikologie, die Lehre von Giftstoffen und Vergiftungen.

„Das Studium ist aber auch sehr praxisorientiert. Während der Famulatur, also dem achtwöchigen Pflichtpraktikum, müssen wir in Apotheken oder in der Industrie arbeiten. Außerdem experimentieren wir viel im Labor und das finde ich besonders interessant.“ Obwohl sich vieles um Formeln und Rezepturen drehe, müsse man immer im Hinterkopf haben, dass der spätere Apothekerberuf ein Heilberuf mit Kundenkontakt sei. „Da gibt es auch heikle Fälle“, sagt Stefan Rack. Etwa schwerkranke Patienten. Allerdings muss man sich mitunter auch mit schlecht gelaunten Kunden auseinandersetzen. „Den Umgang mit den Patienten üben wir bereits im Studium.“

Nach dem Studium hofft Stefan Rack auf sehr gute Karrierechancen. Die Studierenden können nachher in öffentlichen Apotheken, Krankenhaus- oder Bundeswehrapotheken, der pharmazeutischen Industrie, staatlichen Arzneimitteluntersuchungsämtern und an Hochschulen tätig werden. Der 22-Jährige möchte in die Forschung gehen: „Ich interessiere mich für die klinische Pharmazie und würde gerne Studien erstellen, beispielsweise über die Wirksamkeit von neuen Wirkstoffen.“

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