Abstrakt Denken
Naira Hundt (22) hat ihren Bachelor der Wirtschaftsmathematik bereits in der Tasche. Aktuell ist sie im gleichen Fach als Masterstudentin an der Universität Hamburg eingeschrieben. Ihr Interesse gilt den gesamtwirtschaftlichen Zusammenhängen, die sie mit ihrem Studium zu analysieren lernt.
Dabei war es nicht die Mathematik, die Naira Hundt zu ihrem Studium inspirierte. Vielmehr strebte die 22-Jährige schon zu Schulzeiten ein wirtschaftlich orientiertes Studium an, wollte aber nicht in der Masse der BWL-Studierenden untergehen. Mit Mathematik als Leistungskurs lag deshalb die Wirtschaftsmathematik nahe.
Ziel: Kombi aus Forschung und Wirtschaft
An technischen Accessoires wie MP3-Player und Co. war sie nicht interessiert, „dann hätte ich vielleicht eher die Wirtschaftsinformatik gewählt. Ich habe schon immer gern mit Zahlen gespielt, Zahlen analysiert“, erklärt die Studentin. Studienfächer wie Algebra, numerische Mathematik oder Wahrscheinlichkeitsrechnungen hätten jedoch wenig mit den schulischen Lerninhalten zu tun: „Vielmehr steht das abstrakte Denken im Vordergrund, sich mit einer Sache auseinanderzusetzen, darin festzubeißen und durchzuhalten.“ Fähigkeiten, die ihr schon in ihren Praktika zugute kamen, zum Beispiel, als sie bei einem IT-Dienstleister in Kiel eine Marktanalyse für den schwedischen Bahnverkehr durchführte oder bei Airbus in Hamburg Datenbanken programmierte.
Nach ihrem Studium würde Naira Hundt am liebsten beides kombinieren: Forschung und die Arbeit in der freien Wirtschaft – und sie ist überzeugt, eine Lösung zu finden. Wie sich ihre berufliche Vorstellung später mit Familie vereinbaren lässt? „Sehr gut, denke ich, es gibt schließlich immer mehr Vorbilder, die das vorleben.“





