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Medizinertest

Chancen steigern

Einmal im Jahr nehmen Tausende Abiturienten an dem "Test für Medizinische Studiengänge (TMS)" teil, um ihre Chance auf einen Studienplatz für Medizin zu erhöhen. Auch Luisa Puttfarcken (19) aus Schenefeld bei Hamburg hat sich die Gelegenheit in diesem Jahr nicht nehmen lassen.

Portrati von Luisa Puttfarcken

Mit dem Test will Luisa Puttfarcken ihre Chancen auf einen Studienplatz erhöhen.

Foto: Privat

Mit einer Abiturdurchschnittsnote von 1,3 gehört die 19-Jährige sicher zu den Besten ihres Jahrgangs. Aber sollte der Andrang zum Medizinstudium in diesem Jahr anhalten, dann ist selbst eine 1,3 kein Garant auf einen der Studienplätze an einer begehrten Hochschule. Ein gutes Ergebnis beim TMS aber kann an Unis wie Heidelberg, Freiburg, Leipzig, Bochum und Lübeck die eigenen Chancen verbessern. Einen Versuch ist es jedenfalls Wert, dachte sich die 19-Jährige und meldete sich zu diesem Test kurzfristig über das Online-Portal an.

„Ich hatte mir ein Übungsbuch mit der Originalversion eines Medizinertests gekauft und die Aufgaben vor dem Test durchgespielt.“ Der TMS prüft die Studierfähigkeit der Teilnehmer, da geht es in erster Linie um Konzentration und Ausdauer. Die Aufgabenpakete zielen auf räumliches Vorstellungsvermögen sowie naturwissenschaftliches, medizinisches und mathematisches Verständnis beziehungsweise Grundverständnis ab. Doch auch das medizinische Grundlagenwissen wird geprüft.

Höchste Konzentration und Ausdauer

Fünf lange Teststunden lagen am Tag der Prüfung in Neumünster vor der Hamburgerin und rund 7.000 Gleichgesinnten, die bundesweit an dem Testverfahren teilnahmen. Die Eingangskontrolle war streng überwacht. Beim Test herrschte angestrengte Stille. „Die meisten Testaufgaben sind im Prinzip zu lösen. Eine Hürde ist der extreme Zeitdruck unter dem wir während der Prüfung stehen. Jede Aufgabe verlangt eine schnelle Entscheidung.“ Gar nicht einfach, wenn man bei einer Reihe abstrakter Muster das nächste in der Reihenfolge bestimmten muss oder erklären soll, wie die Reizweiterleitung im Körper funktioniert.

Das Testergebnis bekam Luisa Puttfarcken zwei Wochen vor Ende der Bewerbungsfrist zugeschickt. Mit dem Testergebnis mit einer Note von 1,8 kann sie zufrieden sein. Von ihren favorisierten Unis Münster, Freiburg und Göttingen wird allerdings nur Freiburg den Test nach einem eigenen Schlüssel mit der Abidurchschnittsnote verrechnen. Doch die Uni, die ihr den Zuschlag gibt, wird ein Jahr auf sie warten müssen. „Ich mache noch ein Freiwilligenjahr an einem Internat für geistig behinderte Kinder in Kenia, bevor ich das Studium aufnehme.“

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