Das kleine Hochschul-ABC
Master
Weiterführender Studiengang, der nach dem Bachelor aufgenommen werden kann. Er führt zu einem höherqualifizierenden Abschluss. Hier wird zwischen nicht-konsekutiven (eine neue Studienrichtung als im Bachelor wird eingeschlagen) und konsekutiven (tiefer gehende Spezialisierung des Bachelorstudiums) Masterstudiengängen unterschieden. Außerdem gibt es Weiterbildungsmasterstudiengänge, die den nicht-konsekutiven ähneln, bei denen aber Berufserfahrung vorausgesetzt wird.
Mensa
Kantine für Studierende und Hochschul-Mitarbeiter. Kulinarisch - Geschmackssache - und preislich meist unschlagbar.
Mono- und Mehr-Fach-Bachelor
Was klingt wie Nudelsuppengeschmacksverstärker bezeichnet verschiedene Typen von Bachelorstudiengänge. Bei einem Mono- oder Ein-Fach-Bachelor liegt der Schwerpunkt auf einem bestimmten Fach. Daneben gibt es auch Mehr-Fach-Bachelor, die sich entweder aus einem Kernfach und einem oder zwei Nebenfächern oder aus zwei gleichwertigen Fächern zusammensetzen. Die Hochschulen legen fest, ob und welche Fächer kombiniert werden können.
Numerus clausus (N.C.)
Weil es für bestimmte Fächer mehr Bewerber als Studienplätze gibt, müssen die Hochschulen auswählen, dabei spielt die Abi-Note eine große Rolle. Der N.C. ist kein fixer Wert, sondern ist die Abiturnote desjenigen, der beim jeweiligen Verfahren den „letzten" Platz über die Notenauswahl erhalten hat. Der Notendurchschnitt wird nicht vorher festgelegt, sondern hängt immer von der Anzahl der Bewerber und deren Qualität (= Abiturnoten) ab. Wichtig: Immer bewerben, nicht von hohen NC-Werten abschrecken lassen.
Modul
Ein Modul entspricht manchmal nur einer Lehrveranstaltung, oft besteht es jedoch auch aus mehreren thematisch zusammengehörigen Lehrveranstaltungen, die sich teilweise sogar über mehrere Semester erstrecken. Abgeschlossen wird ein Modul in der Regel mit einer Prüfung oder Seminararbeit. Pflichtmodule müssen absolviert werden. Bei Wahl- und Wahlpflichtmodulen bleibt Studierenden mehr Gestaltungsspielraum.
Prüfungsamt
Beantwortet alle Fragen rund um Prüfungsordnungen, Verfahren und Voraussetzungen. Schleimen bringt hier nichts, sie machen deine Noten nicht.
Ranking
Vergleicht Hochschulen nach verschiedenen Kriterien, zum Beispiel Ruf, Ausstattung, Exzellenzinitiativen. Es gibt aber auch für einzelne Fachbereiche Rankings, hier steht meist die Qualität der Forschung im Fokus der Bewertung.
Schlüsselqualifikationen
Der Bachelor setzt neben der Vermittlung von Fachwissen auch stark auf das Training von Schlüsselqualifikationen, Methoden- und Sozialkompetenz. Dazu gehören beispielsweise Fremdsprachen- und Computerkenntnisse, Präsentationstechniken, Kommunikations-, Teamfähigkeit und sonstige „Soft Skills". Dafür bieten die Hochschulen zum Teil eigene Module an oder schulen diese Fähigkeiten über Pflicht-Praktika. Partyfeiern gehört -leider - nicht dazu.
Semesterticket
Fahrausweis des öffentlichen Personennahverkehrs, der für ein Semester gilt. Auch super, wenn man Wochenende mal feiert und nicht mehr Auto fahren sollte.
Semesterwochenstunde (SWS)
Gibt den Zeitaufwand für eine Lehrveranstaltung an. Wobei eine SWS 45 Minuten entspricht. Nicht inbegriffen ist die Arbeit, die daheim auf einen noch wartet - leider. Dafür musst du die SWS mindestens mal zwei nehmen. Aber vier SWS für ein Seminar wären ja auch zu schön, um wahr zu sein.
Seminar
Lehrveranstaltung, in der sich Studierende aktiv einbringen können, indem sie beispielsweise Referate halten und diese gemeinsam diskutieren. Aber natürlich kann man auch mal still sein und eigenen Gedanken nachhängen.
Sprechstunde
In dieser Zeit besprechen die Dozenten und Professoren Fragen zu Seminaren, Hausarbeiten oder Referaten mit den Studis. Aber Vorsicht: viele Profs bestehen strikt auf die Einhaltung der Sprechstunden und reagieren auf Ansprechen auf dem Flur äußerst empfindlich. Andere wiederum freuen sich, angesprochen zu werden. Einfach mal ausprobieren.
s.t.
„sine tempore", das Gegenteil von „c.t.", d.h. die Veranstaltung beginnt zur angegebenen Zeit. Merken!!
Studentenwerk
Ein Hoch auf diese Institution! Es ist zuständig für die Förderung der sozialen, wirtschaftlichen und kulturellen Belange. Es unterhält aber zum Beispiel auch Mensen und Wohnheime, bietet Hilfe bei Rechtsfragen und zu den Themen Studienfinanzierung sowie Studieren mit Kind. Nicht zuletzt leisten sie auch psychologische Beratung.
StuPa
Studierendenparlament, wird von allen Studierenden einer Hochschule gewählt. Die gewählten StuPA-Mitglieder wählen wiederum den AStA.
Thesis
Steht für die Forschungsarbeit Studierender. Gemeint sind damit in der Regel die Abschlussarbeiten, die man am Ende des Studiums schreiben muss.
Tutorium
Das ist eine Lehrveranstaltung, bei der ein Studierender höheren Semesters die Eingeschriebenen unterer Semester unterstützend begleitet und mit ihnen Grundkenntnisse vertieft beziehungsweise ihre Anwendung einübt. Geben, wenn man lieb bittet, auch Geheimtipps im Umgang mit den Profs.
Übung
Anhand konkreter Aufgaben üben Studierende die Anwendung von Inhalten, die sie zuvor beispielsweise in einer Vorlesung gehört haben.
Vorlesung
Ein Dozent referiert, die Studierenden hören zu und schreiben mit (zumindest sollte es so sein).
Vorlesungsverzeichnis (VVZ)
Auflistung aller Lehrveranstaltungen eines Semesters. Im Internet übersichtlich und bequem - als Buch extrem dick, aber als Türstopper gut geeignet.
Vorlesungsfreie Zeit
Semesterferien, in dieser Zeit finden in der Regel keine Lehrveranstaltungen statt. Zeit für Praktika, Auslandserfahrung, Jobben (oder Faulenzen), aber leider auch für Klausuren!
Zentralstelle für die Vergabe von Studienplätzen (ZVS)
Vergibt zentral die Studienplätze für folgende Studiengänge: Medizin, Tiermedizin, Pharmazie und Zahnmedizin. Außerdem für weitere Studiengänge als Serviceverfahren für verschiedene Hochschulen. Seit dem 1. Mai 2010 heißt die ZVS hochschulstart.de.
Zulassungsbeschränkte Studiengänge
Heißt: Meist gibt es mehr Bewerber als Plätze. Hat also ein Studienangebot etwa einen N.C. wird damit nur mitgeteilt, dass hier die Anzahl der zu vergebenden Studienplätze begrenzt ist. Die Vergabe der Studienplätze hängt dann von verschiedenen Auswahlkriterien ab, bei denen die Abiturnote die wichtigste ist - zusätzlich spielen aber auch Wartesemester, gegebenenfalls fachspezifische Auswahlkriterien, Ergebnisse von Eignungstests, Auswahlgesprächen und so weiter eine Rolle.




